Aktuell Was Frauen wollen

Was Frauen wollen

von menscore
Fachliche Beratung: NEIN
© Gina Sanders - Fotolia.com
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„Frauen wollen eingenommen werden“, sagt Sexologin und Psychotherapeutin Ann-Marlene Henning. Ein Gespräch über Männer und die Frage, was Frauen wirklich wollen. 

Typisch Mann – gibt es das?

Es gibt im Wesentlichen zwei Sorten von Männern. Solche, die sich ihrer Männlichkeit sehr bewusst sind und sich damit wohl fühlen, und andere, unsichere Männer, die sich selbst noch nicht gefunden haben.

Der typische moderne Mann ist eher unsicher. Er denkt, ich will doch nett sein, ich will auf die Bedürfnisse meiner Partnerin achten. Solche Männer kommen in die Praxis, weil ihre Partnerinnen es möchten. Liebevolle Männer, die kommunizieren, die weinen können, die ihre Frau lieben, die aber deshalb ihre Frau sexuell nicht einnehmen können: sie empfinden ihre stoßende Männlichkeit, ihre bestimmende Männlichkeit, als negativ.

Aber genau das ist das Problem.

Der eigentliche Unterschied zwischen Mann und Frau besteht für mich nämlich darin, dass der Mann penetrierend ist. Er kann und sollte stoßen! Er kann eine Frau einnehmen. Nicht im bösen, sondern weil er ein Bedürfnis danach hat und weil Frau es auch möchte. Sie ist ja das Gegenstück zu ihm, sie möchte ihn in sich aufnehmen, ihn entgegennehmen. Wissenschaftler sprechen sogar von einem „Zelteffekt“ bei der Frau: Wenn sie sexuell erregt ist, zieht sich ihre Gebärmutter etwas nach oben, was von vielen Frauen als Bedürfnis empfunden wird „ausgefüllt zu werden“.

Wie können Sie helfen?

Erst kläre ich über die Zusammenhänge auf. Es herrschen hier noch viele Vorurteile und viel Halbwissen. Die Probleme können schließlich anatomische oder psychologische Ursachen haben. Danach überlege ich ganz konkret, was mein Klient heute schon verändern kann, damit er ein Erfolgserlebnis hat. Dadurch werden auch andere wichtige Prozesse in Gang gesetzt, die das Selbstbewusstsein stärken.

Ein Beispiel für eine einfache Maßnahme mit Soforteffekt ist: Statt die Hand beim Masturbieren zu bewegen – was die meisten Männer tun – sollten sie lieber die Hand ruhig halten und das Becken bewegen, weil das die Bewegung ist, die sie später beim Sex brauchen. Der Vorteil: Man(n) spürt mehr! Wird das Becken bewegt, verstärkt sich die Durchblutung der gesamten Unterleibsregion, und die Erregung wird in den ganzen Körper verteilt. Nebenbei wird der Beckenboden dabei trainiert, was einen guten Nebeneffekt hat: bessere und stärkere Erektionen! Der Penis befindet sich nämlich zu einem Drittel im Beckenboden, der unter anderem dafür zuständig ist, die Erektion zu vervollständigen und zu halten.

                   

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