Syphilis

von menscore
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion

„One night with Venus, a lifetime with Mercury“ hieß es damals – eine Nacht mit Venus, eine Leben lang mit Quecksilber. Zum Glück ist die ärztliche Behandlung der als Lustseuche seit Jahrhunderten berüchtigten Syphilis (Lues venerea) seitdem fortgeschritten.

Antibiotika können selbst im fortgeschrittenen Stadium noch den Verlauf aufhalten und die Krankheit heilen, doch ungefährlich ist die Syphilis, auch harter Schanker genannt, deshalb noch lange nicht. Jeder zehnte Unbehandelte stirbt an den sich über Jahrzehnte hinziehenden Folgen der meist beim ungeschützten Sex und sogar schon beim Küssen übertragenen Geschlechtskrankheit. Erste Anzeichen sind schmerzloses, bräunliches Geschwür auf Eichel oder Vorhaut, geschwollene Lymphknoten, Ziehen in den Gelenken sowie Fieber, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen. Später kommt bräunlicher Ausschlag auf Haut und Schleimhäuten hinzu, der manchmal von Knötchen begleitet ist.

Bleibt die Syphilis unbehandelt, kann sie als nächstes Stadium zu Haarausfall, Leber- und Nervenschäden führen. Doch damit ist die Ausbreitung nicht beendet. Drei bis fünf Jahre nach diesen  Anzeichen ist jedes Organ bedroht, und gummiartige Knoten können an Haut, Leber, Gehirn und Hoden auftreten. 20 bis 30 Jahre nach der ursprünglichen Infektion kann es zu fortschreitender Lähmung kommen. Und: Selbst wer einmal geheilt ist, bleibt damit nicht vor weiterer Ansteckung geschützt. Eine erneute Infizierung ist jederzeit möglich. Das dafür verantwortliche Bakterium Treponema pallidum kann übrigens sogar durch heile Schleimhäute ins Blut gelangen.

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