Wussten Sie schon?
Geändert am: 16. September 2019

Gefährlicher Blutzucker

Written by menscore Published in Wussten Sie schon?
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Gefährlicher Blutzucker © ChristArt - Fotolia.com

Zucker ist für den Körper lebenswichtig. Aber zu hohe Zuckerspiegel machen langfristig krank, führen u.a. zu Diabetes mit seinen Folgen wie Erektionsstörungen, erhöhtem Risiko für Erblindung, Herzinfarkt und Schlaganfall. Zu niedrige Blutzuckerspiegel können dagegen auch kurzfristig lebensgefährlich sein.

Es sind es vor allem die Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Wenn der Körper die Nahrung verdaut, erfolgt eine Aufspaltung der Kohlenhydrate in Zucker, der dann ins Blut gelangt. Dies führt zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels. Mittels Insulin wird der Zucker wiederum in Zellen transportiert, wo eine Umwandlung in Energie zur direkten Nutzung oder Speicherung als Fett stattfindet, und der Blutzuckerspiegel dadurch sinkt. Dieser Vorgang hat viele Auswirkungen auf den Körper.

Die Auswirkungen eines hohen Blutzuckerspiegels

Durst, trockener Mund, größeres Harnvolumen: Die Nieren sind stark gefordert, um den zusätzlichen Zucker im Blut zu filtern. Gelingt es ihnen nicht mehr, weil zu viel Zucker da ist, müssen sie den überschüssigen Zucker ausscheiden, und mit ihm eine Menge Wasser, das der Körper eigentlich braucht. Das führt zu einem größeren Harnvolumen. Ein hoher Blutzuckerspiegel führt deshalb auch dazu, dass mehr Durst verspürt wird und sich der Mund trocken anfühlt, was mit Verdauungsproblemen wie saurem Aufstoßen, Übelkeit und Erbrechen sowie Verstopfung einhergehen kann. Durch weniger Speichel und mehr Zucker im Blut werden übrigens auch Infektionen wahrscheinlicher. Viel trinken ist nun wichtig.
Weiterhin können Hautprobleme auftreten. Der Körper entzieht Wasser u.a. auch aus der Haut, um den überschüssigen Blutzucker loszuwerden. Hierdurch kann es zu trockener, juckender und rissiger Haut kommen. Vor allem die Beine, Füße, Hände und Ellenbogen können hiervon betroffen sein. Bei einem dauerhaft hohen Glukosespiegel kann es sogar zu einer Schädigung der Nerven kommen.
Zu den Auswirkungen eines hohen Blutzuckerspiegels gehören auch Sehprobleme. Es kann für die Augen schwerer werden, zu fokussieren. Im schlimmsten Fall tritt langfristiger Sehverlust oder sogar Blindheit ein, wenn die feinen Blutgefäße in der Netzhaut beschädigt werden.

Die Auswirkungen eines niedrigen Blutzuckerspiegels

Auch ein niedriger Blutzuckerspiegel macht sich körperlich bemerkbar. Zum Beispiel in Form eines erhöhten Herzschlags oder einem Zittern der Hände. Dies liegt daran, dass sich ein niedriger Blutzuckerspiegel auch auf das zentrale Nervensystem auswirken kann, das die Bewegungen steuert. Der Körper setzt Hormone wie Adrenalin frei, um das Niveau wieder zu erhöhen. Diese Hormone können jedoch als Nebenwirkung ein eine höhere Herzfrequenz und Zittern hervorrufen, außerdem vermehrtes Schwitzen. Ein weiteres Signal für einen niedrigen Blutzuckerspiegel ist ein plötzliches und intensives Hungergefühl, selbst dann, wenn man gerade Nahrung zu sich genommen hat. Es kann ein Anzeichen dafür sein, dass der Körper nicht richtig in der Lage ist, Nahrung in Blutzucker umzuwandeln.
Auch bei Übelkeit sollte man sich an einen Arzt wenden und den Blutzucker überprüfen lassen. Wenn die Werte sehr hoch oder sehr niedrig sind, können diese Extreme das Verdauungssystem überfordern, wodurch man sich krank fühlen kann.
Und da auch die Gehirnzellen für eine optimale Funktion Glukose brauchen, kann bei einem niedrigen Blutzuckerspiegel Schwindel auftreten. Man fühlt sich insgesamt schwach und müde, auch Kopfschmerzen können auftreten. Dies kann hin bis zur Verwirrung reichen. Die Orientierungsfähigkeit kann bei einem niedrigen Blutzuckerspiegel beeinträchtigt werden. Dies kann auch sehr plötzlich passieren, ohne dass man es selbst bemerkt. In sehr schweren Fällen kann es auch passieren, dass der Betroffene einen Anfall erleidet oder ins Koma fällt. Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel ist also potenziell lebensgefährlich.

 

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