Aktuell Nice to KnowWussten Sie schon? Graue Haare – was tun?

Graue Haare – was tun?

von menscore
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
© JPC-PROD - Fotolia.com
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Früher oder später zieren sie jeden Kopf: Graue Haare. Dabei stellt sich für Männer häufig die Frage, ob sie ihre grauen Haare färben oder den Silber-Look mit Stolz tragen sollen.

Immer mehr Männer stehen zu ihrem sich verfärbenden Haar. Grau ist mittlerweile „in“ und wird immer öfter als eine Art Statement-Look getragen. Da kann es interessant sein, einmal mehr über die grauen Strähnen zu erfahren, die sich früher oder später bemerkbar machen.

Wieso werden Haare überhaupt grau?

Für das Ergrauen der Haare ist ein Mangel an Melanin im Haar verantwortlich. Mit zunehmendem Alter sinkt die Melaninproduktion. Dies ist ein natürlicher Vorgang, der sich nicht aufhalten lässt. Ergrauen auch schon jüngere Menschen, kann dies an bestimmten Erkrankungen oder Medikamenten liegen, die ebenfalls für einen niedrigen Melaninspiegel verantwortlich sein können. Die Pigmentzellen der Haarfollikel bilden das Melanin, das dem Haar seine Farbe verleiht. Mit zunehmendem Alter sterben diese Zellen jedoch ab und ohne das Pigment wachsen die Haare nun heller und in verschiedenen Graunuancen nach. Wie früh man dabei selbst mit den ersten grauen Haaren rechnen muss, ist auch durchaus eine Frage der Gene. Hatten die eigenen Eltern und Großeltern schon in den Dreißigern einen grauen Haarschopf, ist es sehr wahrscheinlich, dass es bei einem selbst auch vergleichsweise früh mit den ersten grauen Strähnen losgeht.

Auch gesundheitliche Probleme können eine Rolle spielen

Auch wenn das Ergrauen der Haare ein natürlicher Prozess ist, kann es auch im Zusammenhang mit einer Erkrankung stehen. In Frage kommen beispielsweise ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen, eine schwere hormonelle Störung oder auch Krebserkrankungen. Auch eine Schilddrüsenerkrankung kann dafür sorgen, dass sich silbrig-graue Strähnen bilden.

Graue Haare durch Stress und Rauchen?

Stress lässt sich nicht direkt in Verbindung bringen mit dem Ergrauen der Haare. Jedoch kann extremer Stress zu einem schnelleren Haarausfall führen. Dann wiederum ist es möglich, dass das Haar grau statt in der ursprünglichen Farbe nachwächst.
Wer unter kreisrundem Haarausfall leidet, hat zudem manchmal das Gefühl, besonders schnell zu ergrauen. Dies liegt daran, dass im Anfangsstadium der Krankheit oftmals zunächst nur die pigmentierten Haare ausfallen. Die schon ergrauten Haare erweisen sich hingegen als resistenter. Geht der Prozess schnell vonstatten, entsteht der Eindruck, dass man sprichwörtlich über Nacht ergraut wäre.
Zudem wurde im Rahmen einer Studie nachgewiesen, dass Raucher vor dem 30. Lebensjahr 2 ½ mal häufiger grau werden als Nichtraucher. Möglich ist auch, dass silbergraues Haar durch das Rauchen einen Gelbstich erhält.

Lieber nicht zupfen

Es ist nicht ratsam, graues Haar auszuzupfen. Bei fehlendem Melanin wird das Haar in jedem Fall wieder grau nachwachsen. Zudem kann durch das gewaltsame Zupfen der Haarfollikel derart beschädigt werden, dass es zu keinem weiteren Haarwuchs mehr kommt, wodurch das Haar zunehmend dünner aussieht. Besser ist es, sich für einen vorteilhaften Schnitt zu entscheiden. Männer mit grauen Haaren tragen ihre Haare meist kurz und bringen den Schnitt regelmäßig wieder in Form.
Graues Haar ist zudem dünner als Haar mit natürlicher Farbe und braucht entsprechend mehr Schutz vor UV-Strahlen, Chemikalien oder Styling. Wer graues Haar nicht ausreichend pflegt, riskiert, dass es sich trocken und stumpf anfühlt. Regelmäßige Feuchtigkeitsbehandlungen sind daher empfehlenswert.

 

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