Erektion
Geändert am: 14. März 2020

Viagra-Kopien – 7 Fragen und Antworten

Written by menscore Published in Erektion
Fachliche Beratung: Dr. med. Bermes, Dr. med. Bühmann, Dr. med. Potempa
 
Viagra richtet Nägel auf © IGOR LEVODEANSCHI - Fotolia.com

Seit es Viagra-Kopien gibt, suchen mehr Männer den Arzt wegen Erektiler Dysfunktion (ED) auf. Warum das so ist und wie Ärzte diese neue Therapieoption bewerten, wollte Menscore wissen. Hier die Antworten der drei Experten.

Seit fast fünf Monaten ist Sildenafil, der Wirkstoff in Viagra, patentfrei. Inzwischen bieten zahlreiche Pharmaunternehmen Sildenafil-Generika in unterschiedlichen Dosierungen und Packungsgrößen bis zu 80 Prozent günstiger an als Original-Viagra. Welchen Stellenwert haben die „Volks-Viagras“ für die Patienten, und wie bewerten Ärzte die neue Therapieoption? Die drei Urologen und Männerärzte Dr. Udo Bermes aus Wiesbaden, Dr. Axel-Jürg Potempa aus München sowie Dr. Wolfgang Bühmann, Pressesprecher des Bundesverbands Deutscher Urologen e.V. (BDU), Sylt, beantworten die Fragen von Menscore.

Menscore: Welchen Einfluss hat die Einführung der günstigen Viagra-Kopien auf den Praxisalltag?

Dr. Bermes: Seit Viagra patentfrei, ist wird meine ED-Sprechstunde wesentlich häufiger besucht als früher. Es findet gerade so etwas wie ein `ED-Outing´ in überschaubarem Rahmen statt. Viele der neuen Patienten lassen ihre ED nun überhaupt erstmals behandeln, weil sie in den Medien von „neuen und günstigen Sildenafil-Generika“ gehört haben. Vor einer Verordnung auch dieser Generika ist natürlich erforderlich, dass der Arzt die Diagnose „Erektile Dysfunktion“ stellt.

Menscore: Wie zufrieden sind Männer mit den neuen Sildenafil-Generika?

Dr. Bermes: Die Männer sind mit den günstigen Viagra-Kopien genauso zufrieden wie mit dem Original. Sowohl in punkto Wirksamkeit als auch bei den Nebenwirkungen unterscheidet sich das Feedback der Patienten im Vergleich zu Viagra nicht. Hinzu kommt: Der günstige Preis erfreut die Patienten zusätzlich. Daher sind Sildenafil-Generika in vielen Praxen inzwischen die am meisten verordnete ED-Arznei. 

Menscore: Haben die günstigen PDE-5-Hemmer die Therapie der ED verändert?

Dr. Potempa: Ja, Sildenafil-Generika haben das Spektrum der ED-Therapie erweitert und verbessert. Die Vielfalt der unterschiedlichen Tabletten- und Packungsgrößen sowie der diversen Wirkstärken ermöglicht nun eine noch gezieltere Therapie der Erektionsstörungen. Jetzt kann die Verordnung und das Einnahmeschema noch besser an die individuellen Bedürfnisse der Männer und Paare angepasst werden.


Menscore: Was konkret hat sich geändert?

Dr. Potempa: Besonders auffällig ist, dass die Verschreibungsgrößen nach oben gehen, da die Patienten aktiv 24 bis 48 Tabletten wünschen. Wegen der großen Packungen bei kleinem Preis verordne ich auch wesentlich häufiger „Daily Dosing“, d.h. Mann nimmt über einige Wochen jeden Tag eine kleine Menge Sildenafil ein. Dieses „Dauer-Penistraining“ hat zum Ziel, die Penisdurchblutung langfristig zu verbessern, damit guter Sex wieder fester Bestandteil des Alltags werden kann.

Menscore: Und wenn durch „Daily Dosing“ Penis und Erektion genügend „trainiert“ wurden, heißt das, dass irgendwann die Einnahme von Sildenafil nicht mehr notwendig wäre?

Dr. Potempa: Das kann man so sagen. Denn es gibt Daten, denen zufolge fast jeder zweite, nicht operierte Mann nach circa sechs Monaten "daily dosing" eine deutlich bessere Spontanerektion hat. Bei diesen Patienten ist ganz klar die langfristige Heilung der ED das Ziel der ärztlichen Therapie.

Menscore: Welchen therapeutischen Stellenwert hat die Einführung der Sildenafil-Generika für die urologischen Fachverbände DGU/BDU?

Dr. Bühmann: Sildenafil-Generika haben sich als Alternative zu den Originalpräparaten in kurzer Zeit etabliert, seit ihrer Markteinführung nehmen mehr Männer diese therapeutische Hilfe in Anspruch. Offensichtlich spielt dabei der Verkaufspreis eine größere Rolle als angenommen - was mich persönlich wundert, wenn man bedenkt, welche Summen Männer in andere Bereiche der Lebensfreude investieren. Aber: durch die Preissenkung kann indirekt auch die Versorgungsqualität für ED-Patienten verbessert werden.

Menscore: Warum sollte ein Mann mit Erektionsproblemen einen Urologen aufsuchen?

Dr. Bühmann: Der Urologe ist der Spezialist für alle Fragen rund um den Penis, die Erektion und entsprechende Arzneimittel - die Urologen verschreiben beispielsweise einen Großteil der PDE 5-Hemmer, die ja allesamt rezeptpflichtig sind. Mit der Urologensuche via der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) und des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. (BDU) findet Mann nach Eingabe der Postleitzahl einen Urologen direkt in Wohnortnähe.

Dr. Bermes und Dr. Potempa sind ehrenamtliche Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats des Infoportals www.sildenafil-generika.de, das alles Wissenswerte zu den neuen „Viagra-Klonen“ für jedermann (und –frau) leicht verständlich vermittelt.

 

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