Erektion
Geändert am: 06. März 2014

Potenzmittel – welche taugen was?

Written by menscore Published in Erektion
Aus der ärztlichen Redaktion
 
Potenzmittel – welche taugen was? © Dreadlock - Fotolia.com

Millionen Männer brauchen Potenzmittel, und der Markt liefert sie. In vielen Formen und unterschiedlichster Qualität. Welche was bringen, hat Öko-Test getestet.

Vier bis sechs Millionen Männer sollen allein in Deutschland an erektiler Dysfunktion leiden: In drei Viertel aller Fälle wird ihr Penis nicht steif genug oder macht viel zu schnell wieder schlapp. Wenn man all diejenigen dazuzählt, die auch einen gelegentlichen Durchhänger nicht tolerieren, und jene, die einfach noch länger und noch steifer wollen, sind es etliche Millionen mehr, die nach Abhilfe suchen. Viele von ihnen in der Apotheke, in Sexshops, beides auch oft übers Internet. Tatsächlich gibt es, um den Mannesstolz wieder aufzurichten, jede Menge Potenzhilfen – und nicht nur aus dem Apothekerregal. Doch was taugen sie wirklich?
Öko-Test testet immer wieder. In ihrer aktuellsten Untersuchung hat die Redaktion des Verbrauchermagazins acht rezeptpflichtige Mittel und 11 frei verkäufliche als Potenzmittel angepriesene Produkte testen lassen – und kam zu folgenden Ergebnissen:

Schlechte Noten für rezeptfreie Mittel

Alle getesteten rezeptfreien Produkte wurden als ungenügend oder mangelhaft eingestuft. Dagegen wurden sechs der verschreibungspflichtigen Stehhilfen als sehr wirksam beurteilt.

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Hier die Sieger:

• Tabletten

Die Wirkstoffe Sildenafil (in Viagra), Tadalafil (in Cialis) und Vardenafil (in Levitra) können zwar bei entsprechendem sexuellen Anreiz eine Erektion verstärken und verlängern, indem sie die Schwellkörpermuskulatur entspannen und Blut über die Arterien in den Penis strömen lassen, allerdings sollten alle drei Präparate nicht öfter als einmal pro Tag verwendet werden. Allzu spontaner Sex ist übrigens auch dann nicht immer drin.

Sildenafil muss rund eine Stunde vorher eingenommen werden, während Vardenafil dem Penis bereits nach 25 Minuten auf die Sprünge hilft. Nur Cialis (Wirkstoff Tadalafil) gilt als Wochenendpille: Die Tabletten können von 30 Minuten bis zwölf Stunden vorher eingenommen werden, ihre Wirkung hält bis zu 24 Stunden an.
Doch Achtung, Lebensgefahr: Die Einnahme dieser sogenannten PDE-5-Inhibitoren (PDE-5-Hemmer) verbietet sich für Patienten, die gleichzeitig Medikamente zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etwa Nitrate wie Glyceroltrinitrat oder Stickstoffmonoxid-Donatoren wie Molsidomin, einnehmen. Diese Kombination kann zu einem übermäßigen Blutdruckabfall mit Herzstillstand führen.

• Spritze und Zäpfchen

Weniger gefährlich, aber ebenfalls mit Vorsicht zu genießen ist Alprostadil. Es wird direkt in den Penisschwellkörper gespritzt (Schwell-Körper-Autoinjektions-Therapie, SKAT, heute Caverject und Viridal) und steigert auch ohne sexuellen Reiz die Entspannung der Muskelzellen und den Blutzufluss in die Schwellkörper. Nebenwirkungen sind verhärtetes Bindegewebe (bei häufiger Anwendung) und Schmerzen beim Einstich. Der Wirkstoff kann aber auch als winziges Zäpfchen mit einem Röhrchen direkt in die Harnröhre eingeführt werden (Medizinisch Urethrales System zur Erektion, MUSE).
Die eigene Anwendung der beiden Produkte Caverject und Viridal bedarf einer intensiven Schulung durch den Arzt, der auch die Anfangsdosis ermittelt. Überdosiert kann Alprostadil schmerzhafte Dauererektionen hervorrufen. Halten diese über vier und mehr Stunden an, müssen sie unbedingt ärztlich behandelt werden.


Deshalb unser Rat: Erst zum Arzt, und dann in die Apotheke.

 

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