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Allgemeines
Geändert am: 08. Oktober 2014

Fit im Schritt?

Written by  menscore, Published in Allgemeines
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Fit im Schritt? © Markus Bormann - Fotolia.com

Lust und Schmerz liegen dicht beieinander - aber der Schmerz sollte die Lust nicht in den Schatten stellen - es sei denn, genau darauf kommt es Ihnen an. Hat der Schmerz aber mit Lust nichts zu tun, dann sollten Sie dem Lustkiller auf den (Unter-) Leib rücken.

Wir hoffen natürlich, dass bei Ihnen alles in Ordnung ist, und Sie keine Beschwerden haben. Doch manchmal bleiben Irritationen nicht aus.
Bevor Sie sich Sorgen machen, studieren Sie diese Übersicht. Hier haben wir die häufigsten Störungen aufgelistet und geben Tipps, was Sie dagegen tun können.

Der Penis schmerzt beim Up and Down

Ursachen:

Probleme in der Beziehung, zu kurzes oder gar kein Vorspiel - und die Säfte versiegen. Sie oder Ihre Partnerin sind dann nicht feucht genug, der Penis gleitet schlecht, und Haut reibt auf Haut.

Was Sie tun können:
Bereden eventuell vorhandener Probleme oder ein heftiger Streit als Prelude können helfen. Auch sanftere Formen des Vorspiels öffnen Tür und Tore. Ist trotzdem Ebbe, dann kann man auf spezielle Gleitcremes zurückgreifen.


Achtung: Verwenden Sie nur wasserlösliche Gleitcremes (mit Glycerin oder Silikon und neuerdings auf Kiwi-Basis erhältlich), die Sie in Apotheken und in Sex Shops bekommen können. Vaseline, Babyöl, Handcreme, Lotionen und dergleichen zerstören das Kondom. Ganz gleich, wie gesund oder monogam Ihre Partnerin ist, Sie befinden sich trotzdem in der "Danger zone". Die Infektionsgefahr ist - und nicht nur für HIV, sondern auch und insbesondere für Pilze und/oder Hepatitis C und B - extrem hoch!

Eichel und Vorhaut sind gerötet und schmerzen

Ursachen:
·       zu heftiges und zu häufiges Onanieren
·       zu heftiger und zu häufiger Sex
·       Allergie gegen bestimmte Kondome
·       Reinigungsfimmel (zu häufiges Waschen, Gebrauch von Desinfektionsmitteln)
·       zu enge Vorhaut
·       Entzündung durch Pilze oder Bakterien

Was Sie tun können:
Comic-Autor Walter Moers rät: "Es gibt drei große Augenblicke im Leben eines gläubigen Menschen: die erste Kommunion, die erste Masturbation und die letzte Absolution...Fallen...Sie nicht über Ihren Schw**z her wie Hitler über Polen - seien Sie einfühlsam...Schieben Sie zärtlich seine Vorhaut zurück, knuddeln Sie Ihre Hoden..." (Aus: Schöner Leben mit dem Kleinen Arschloch, Eichborn-Verlag).
Ähnliches gilt für den Sex zu zweit oder zu mehreren - wenigstens hin und wieder, damit sich der Feuerlöscher erholen kann.
Bei der zu engen Vorhaut kann der Arzt mit einem klitzekleinen Schnitt der Eichel Luft und Spielraum verschaffen, indem er das Bändchen durchtrennt.
Auch bei einer Entzündung mit Pilzen oder Bakterien - diese erkennt man am Jucken und weißlichen Belägen – ist ein Arztbesuch sinnvoll.

 

Nach dem Sex sind Eichel und Vorhaut wund

Ursachen:
Wahrscheinlich ist eine Allergie gegen ein chemisches Verhütungsmittel (Schaumpräparate, Gels oder Scheidenzäpfchen) Ihrer Partnerin oder gegen das Kondom. Allerdings können auch ungewöhnliche Sexualpraktiken das Kardinalstück des Penis strapazieren.

Was Sie tun können:
Steigen Sie um auf ein anderes Verhütungsmittel und/oder in ein anderes Kondom. Probieren Sie Kondome ohne Latex aus. Es gibt auch welche aus Naturdarm, in Apotheken und gut sortierten Sex Shops.
Allergien durch Kondome sind meist verursacht durch die Beschichtung -Silikonöl oder Spermizide- und durch Vulkanisierungsbeschleuniger im Latex, besonders die Substanz 1,3-Diphenylguanidin. Aber auch Bestandteile der Latexmilch selbst und die Innenbeschichtung mit dem spermienabtötenden Nonoxynol-9 können Allergien hervorrufen. Profamilia RFSU Kondome enthalten kein 1,3-Diphenylguanidin. Sollte es doch an der Stellung liegen, dann müssen Sie wohl Prioritäten setzen. Halten die Schmerzen dennoch an, dann sollte ein Urologe Sie bzw. ihn unter die Lupe nehmen.

Schmerzen bei der Ejakulation

... und glasklarer oder weißlich bis gelblich-eitriger Ausfluss aus der Harnröhre, Brennen beim Wasserlassen.

Ursachen:
Sehr häufig sind es Infektionen der Harnröhre mit Bakterien oder Viren und Entzündungen der Prostata, die einem ausgerechnet die Highlights des Sex, die Antwort auf alle Gebete, nämlich die Ejakulation verleiden.
Entzündungen der Harnröhre und Geschlechtskrankheiten schleichen sich meist bei ungeschütztem Verkehr mit Partnerinnen, über deren sexuelles Vorleben man nicht Bescheid weiß, ein.
(Verletzungen der Harnröhre und mangelnde Hygiene können solche Infektionen natürlich begünstigen.)

Was Sie tun können:
Tägliche Reinigung des Penis und der Gebrauch von Kondomen verringern das Risiko erheblich.
Zu spät für eine Vorbeugung ist nie zu früh für einen Arztbesuch. Je nach Ursache wird der Fachmann Viren-Killer oder Antibiotika verschreiben, damit die Fontäne wieder klar und schmerzfrei sprudeln kann.


Die Hoden haben zwar nicht so viel Sex-Appeal wie der Penis, aber sie produzieren Samenzellen und männliche Sexualhormone, ohne die der Penis nur halb so attraktiv wäre. Allein dafür verdienen sie Pflege und (Be-) Achtung.
Fallen sie durch Änderung in Form, Farbe und Konsistenz oder sogar durch Schmerz auf, dann sollte man diese Alarmsignale erstnehmen und sich untersuchen lassen.

 

Vernichtende Hodenschmerzen

Ursachen:
Verletzung oder Prellung meist nach Sport und Spiel, aber auch bei unangenehmeren Tätigkeiten wie z.B. Arbeit oder nach Auto- oder Fahrrad-Unfällen.

Was Sie tun können:
Klingen die Schmerzen nach einer Stunde ab, dann war`s eine harmlose Prellung. Einen Eisbeutel in ein Handtuch einwickeln und auf den Ort des Geschehens drücken, lindert die Schmerzen.
Bei länger bestehenden Schmerzen, starker Schwellung und Bluterguss ist der Chirurg gefordert, um böse Folgen wie Unfruchtbarkeit abzuwenden.

Hodenschmerzen, die immer stärker werden

Anfangs erträgliche, aber zunehmend heftiger werdende Schmerzen, Schwellung, die ein Schweregefühl hervorruft, Rötung des Hodensackes und möglicherweise Fieber.

Ursachen:
Es handelt sich am ehesten um eine Entzündung des Hodens mit Krankheitserregern, die auf dem Blutweg dorthin gelangen. In diesem Fall sind beide Hoden betroffen.
Ist nur ein Hoden angeschwollen und schmerzt, dann hat sich die Entzündung von einem Nebenhoden auf den Hoden ausgebreitet.

Was Sie tun können:
Ein gezielter Schutz vor einer Entzündung der Hoden mit Keimen ist nicht möglich. Kühlung und Bettruhe vor und nach dem Arztbesuch verringern die Schmerzen. Der Arzt wird Antibiotika verschreiben, um die Fruchtbarkeit zu retten.

 

Plötzlicher Schmerz, manchmal mit Übelkeit und Erbrechen

Ursachen:
Sie sind wahrscheinlich sehr jung, oder haben sich gut gehalten, denn dieses Symptom ist bezeichnend für eine Verdrehung des Hodens (Hodentorsion), die fast ausschließlich bei Kindern und Jugendlichen vorkommt.
Abrupte Bewegungen beim Sport oder im Schlaf können zu einer Verdrehung des Gefäßstiels der Hoden führen. Dabei wird die frischluftzuführende Arterie abgeklemmt.

Was Sie tun können:
Sich innerhalb von zwei Stunden operieren lassen. Sonst ist dem Hoden nicht mehr zu helfen!

Schmerzen und Knoten am Hoden

Schmerzen an einem Hoden, tastbarer harter Knoten auf der Rückseite des Hodens und Ausfluss aus dem Penis. Außerdem zunehmende Schwellung an Hoden und Hodensack und Berührungsempfindlichkeit, Fieber, Übelkeit und Brechreiz.

Ursachen:
Das Gewebe der Nebenhoden, in denen der Samen von den Hoden zu den Samenleitern transportiert wird, ist entzündet. Die Entzündung entsteht ohne besonderen Grund. Tripper, Harnröhrenentzündung, Entzündung der Vorsteherdrüse und Dauerkatheter können eine Nebenhodenentzündung auslösen.

Was Sie tun können:
Erfreuen Sie den Urologen mit Ihrem Besuch. Er wird den Ausfluss untersuchen, um eine Geschlechtskrankheit oder eine Harnleiterentzündung auszuschließen.
Die Antibiotika, die er Ihnen verschreiben wird, sind Gold wert. Denn eine Nebenhodenentzündung kann leicht auf die Hoden übergreifen und Ihren Wunsch nach eigener Familie zunichte machen. Pflegen Sie das Bett, während Ihre Freundin Sie pflegt.


 

Krampfadern an den Hoden

Zunächst harmlose Schwellung des Hodensackes ohne Schmerzen, und verdickte Adern können hinter den Hoden getastet werden. Erst über Monate entwickelt sich leichter Schmerz.

Ursachen:
Vergrößerte, gestaute Blutgefäße, die sonst häufig an den Beinen älterer Menschen vorkommen.

Was Sie tun können:
Wenn Sie keine Kinder (mehr) wollen, gibt es keine medizinische Notwendigkeit, diese Krampfadern zu behandeln. Wollen Sie jedoch Ihre Erbanlagen weitergeben, oder stellt die Krampfader ein kosmetisches Problem dar, kann ein kleiner chirurgischer Eingriff sehr hilfreich sein.

Schmerzen und Schwellung des Hodensacks

Ursachen:
Das können Hinweise auf einen Leistenbruch sein, der bei 25-bis 45-jährigen (diese haben kräftiges Bindegewebe im gefährdeten Bereich) recht selten vorkommt.
Die Bauchdecke hat ihre schwächsten Stellen in der Leistenbeuge. Hier treten beim Mann der Samenstrang und die Blutgefäße aus und ziehen in den Hodensack, um die Hoden zu versorgen.
Bei besonders schwachem Bindegewebe (Kinder und ältere Männer) oder auch bei Übergewicht, andauerndem Husten und Heben schwerer Gegenstände können Darmanteile durch diesen natürlichen Kanal ihren Weg in den Hodensack suchen. Dann handelt es sich um Hodenbruch.

 

Was Sie tun können:
Es ist ein unangenehmes Gefühl, seine Hoden von Darmschlingen umlagert zu wissen. Außerdem haben Darmteile im Kühlraum der Samendepots nichts zu suchen. Sie können die Kostbarkeiten auftauen und vorzeitig verderben. Daher sollten Sie einpaar Tage Krankenhausaufenthalt einplanen. Insbesondere dann, wenn Schmerzen und Rötung hinzukommen. Denn eingeklemmte Darmanteile werden nicht durchblutet und sterben ab. Das würde eine Operation innerhalb von Stunden erfordern und den Aufenthalt im Krankenhaus erheblich verlängern.
Vorsorgetipps: Eventuell Übergewicht abbauen und durch regelmäßige Bewegung und Sport das Bindegewebe kräftigen. Schwere Lasten auf der Schulter tragen, nicht vor dem Bauch.

Vergrößerter Hodensack

... und glattes, pralles Gebilde im Hodensack, mit oder ohne Schmerzen.

Ursachen:
Wasserbruch. Es handelt sich um eine Flüssigkeitsansammlung rund um die Hoden. Sie kann bedingt sein durch Verletzungen, Entzündungen oder Geschwülste.

Was Sie tun können:
Sich mit einem einfachen chirurgischen Eingriff Beschwerdefreiheit verschaffen lassen. Nach wenigen Tagen sind Sie wieder fit.

Bluterguss und schmerzhafte Schwellung am Hoden

Ursachen:

Der sogenannte Blutbruch tritt meist nach einer Prellung durch Schlag oder Tritt auf. Es blutet in den Hodensack hinein.

Was Sie tun können:
Sofort zum Arzt gehen. Wenn Sie Glück haben, kommen Sie mit Kühlen davon. Wie ein blauer Fleck anderswo auch, wird der Hodensack seine Farbe stetig ändern, bis er nach Tagen oder Wochen wieder in seiner ursprünglichen Farbe glänzen kann.

 

Geschwollener Hoden

... mit oder ohne Knoten, eventuell Verhärtung des Hodensackes und/oder eines Hodens, meist schmerzlos, selten auch mit Vergrößerung der Brüste und Verlust der Schamhaare.

Ursachen:
Möglicherweise Hodenkrebs, der leider besonders häufig bei Männern zwischen 20 und 50 Jahren vorkommt. Unbehandelt lässt der Hodenkrebs dem Betroffenen etwa 1 bis 2 Jahre intensiven Lebens.

Was Sie tun können:
Ab dem 20. Lebensjahr regelmäßig vor, während oder nach dem Onanieren oder auch unter der Dusche die Hoden selbst abtasten. Zusätzlich alle halbe Jahre vom Arzt untersuchen lassen. Ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich zur Vorsorgeuntersuchung zum Arzt gehen.
Die Behandlung hängt von der Art des Krebses ab. Wird der Krebs früh genug entdeckt, sind die Heilungschancen sehr, sehr gut (ca. 97 Prozent)!
Suchen Sie deshalb bei dem geringsten Verdacht den Urologen auf. Wird der kranke Hoden entfernt, kann eine Silikonprothese eingesetzt werden. Der gesunde Hoden reicht für die Samen- und Hormonproduktion aus.

Ein oder beide Hoden schrumpfen

Ursachen:

Meist ist eine Verletzung oder Entzündung der Hoden vorangegangen. Dann schrumpft "nur" ein Hoden.
Verlieren jedoch beide Hoden an Größe und Pracht, dann ist eine Hormonstörung wahrscheinlich. In diesem Fall werden die Brüste größer, die Körperbehaarung nimmt ab. Das kann seine Ursachen in hohem Alkoholgenuss über Jahre, chronische Leberschäden oder Hormonbehandlungen haben.

Was Sie tun können:
Vom Arzt einen Hormontest durchführen lassen. Die Behandlung kann entsprechend schnell und wirksam erfolgen.
Bei einer nicht hormonbedingten, also einer Ein-Hoden-Symptomatik kann eine Hodenprothese eingesetzt werden (s. auch Hodenkrebs).


 

Peniserkrankungen

"Das männliche Glied", schreibt Walter Moers in „Schöner leben mit dem kleinen Arschloch“, "gilt als der Mercedes unter den Geschlechtsorganen."
Und wie jedes andere Organ auch, ist der Penis von vielerlei Umwelteinflüssen und sonstigen Widrigkeiten des Lebens bedroht.
Ein Beweis für seine zentrale Wichtigkeit ist sein Einfluss auf alle Organsysteme und deren Funktionen.
Kopfschmerzen beispielsweise, können noch so stark sein. Niemals werden sie jedoch einen krummen Penis verursachen. Andersherum kann jeder güte- und wertmindernde Umstand am Penis einem unweigerlich Kopf- und Magenschmerzen bereiten.

Entzündung am Penis

... möglicherweise begleitet von weißlichen Belägen, juckender Penis, starker Durst, häufiges Austreten.

Ursachen:
Mangelnde Hygiene, Pilzbefall.

oder:

Das sind sehr wahrscheinlich erste Anzeichen der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Dabei ist zu viel Zucker im Blut, der nicht verwertet werden kann. Das kippt das empfindliche Gleichgewicht vieler Organsysteme, und der gesamte Organismus wird innen wie außen – insbesondere die Schleimhäute – anfälliger für Krankheiten und Infektionen. Gerade Pilzbefall kommt häufig vor.

Was Sie tun können:
Wer übergewichtig ist und Verwandte hat, bei denen Diabetes bekannt ist, kann mit einem Teststreifen aus der Apotheke (z.B. S-Glucotest, drei Urin-Teststreifen für einpaar Euro für Zuhause) einen Zuckertest machen. Fällt der Test positiv aus, ist ein Arztbesuch unbedingt notwendig.
Unbehandelt führt Diabetes zu Nieren-, Augen-, Gefäß- und Nervenschäden. Und gerade die Nervenschäden im Penis führen zu Potenzstörungen.

Eichel macht "den Diener"

Ursachen:
Das Bändchen (Frenulum praeputii) ist zu kurz und zwingt dadurch die Eichel bei der Erektion mit in die Knie.

Was Sie tun können:
Erwächst das zu kurze Bändchen zu einem sextechnischen oder ästhetischen Problem, kann der niedergelassene oder Krankenhaus-Urologe ambulant unter örtlicher Betäubung das Bändchen durchtrennen.

Schmerzen am Penis, Vorhaut lässt sich nicht zurückschieben

... und teigiges, weißliches Sekret zwischen Eichel und Vorhaut, Schmerzen bei der Erektion.

Ursachen:
Es handelt sich um eine Verengung der Vorhaut (Phimose), die besonders bei Diabetes-Patienten durch Entzündungen und Gewebeschrumpfung häufiger ist. Heilen kleinere Verletzungen ab, hinterlassen sie Narben. Das Narbengewebe ist nicht elastisch und spannt, die Vorhaut wird enger.
Als wäre die Behinderung der Erektion nicht schmerzhaft genug, kann die erschwerte Penishygiene dazu führen, dass das abgesonderte Smegma langfristig Peniskrebs verursacht.

Was Sie tun können:
Sind Narben schuld an dem Übel, kann eine kleine Operation helfen. Im schlimmsten Fall muss auf die Vorhaut ganz verzichtet werden. Eine Beschneidung (Zirkumzision) wird heute bei Kindern in Narkose, bei Erwachsenen unter örtlicher Betäubung, und bei ängstlichen Erwachsenen ebenfalls in Narkose durchgeführt.

Vorhaut ist zu eng

... lässt sich aber immerhin über die Eichel zurückschieben. Hier bleibt sie allerdings in der Eichelfurche wie ein Ring stecken. Die Eichel schwillt an und tut weh.

Ursachen und was Sie tun können:
Sind Narben schuld an dem Übel, kann eine kleine Operation helfen. Im schlimmsten Fall muss auf die Vorhaut ganz verzichtet werden. Eine Beschneidung (Zirkumzision) wird heute bei Kindern in Narkose, bei Erwachsenen unter örtlicher Betäubung, und bei ängstlichen Erwachsenen ebenfalls in Narkose durchgeführt.

 

Penis krümmt sich bei Erektion nach oben, schmerzt

... und macht Sex fast unmöglich.

Ursachen:
Ein gebogener Penis kann angeboren, aber auch durch ungewöhnliche Sexualpraktiken und Verletzungen (Penisbruch) entstanden sein.
Kann am Glied verhärtetes Bindegewebe getastet werden, so handelt es sich wahrscheinlich um eine Erkrankung mit dem Namen "Peyronie-Erkrankung".

 

Was Sie tun können:
In allen Fällen wird eine chirurgische Korrektur nötig sein. Insbesondere die Peyronie-Erkrankung geht ganz selten von selbst vorüber.

Roter Fleck an der Penisspitze oder der Vorhaut

... der größer und geschwürig wird. Schmerzen, Ausfluss und Blutung treten später auf.

Ursachen:
Möglicherweise Peniskrebs. Dieser ist zwar in Europa sehr selten (nur zwei Prozent aller bösartigen Krebserkrankungen) und kommt bei beschnittenen Männern so gut wie nie vor. Meist haben sich über viele Jahre Schmutz und Smegma unter der Vorhaut angesammelt und waren eine gute Brutstätte für krebsverursachende Viren.

Was Sie tun können:
Erst gar nicht soweit kommen lassen: täglich Vorhaut und Eichel waschen, reicht meist aus, um das Risiko auf Null zu senken.
Ansonsten nicht warten, bis der Fleck größer wird, sondern sofort den Arzt aufsuchen. Eine Operation mit folgender Strahlentherapie oder eine Laserbehandlung lässt sich selten umgehen. Aber immerhin können bei früher Behandlung 80 bis 90 Prozent aller Männer mit Peniskrebs auf Dauer geheilt werden. Bedauerlich ist nur, dass bei der Operation ein Teil des Penis im Krankenhaus behalten wird. Zum Wiedermitnehmen bleibt ein Stumpf, der allerdings für Sex noch ausreicht.


 

Dauererektion

Sehr schmerzhafte, lange andauernde Erektion, obwohl keine Lust auf Sex besteht. Die Eichel ist weich und kann sich bläulich verfärben.

Ursachen:
Die Ursache der Dauererektion (Priapismus) ist häufig unbekannt. Von einigen Blutkrankheiten weiß man, dass sie zu diesen Symptomen führen können. Dazu gehören Leukämien und die Sichelzellenanämie. Aber auch Geschwüre im Becken und bestimmte Medikamente und Drogen können zu einer Dauererektion führen, die weniger ein Grund zum Prahlen, als vielmehr ein Notfall ist. Denn eine Füllung der Schwellkörper mit Blut über längere Zeit ist schmerzhaft und kann zu Blutpfröpfen und Schwellkörperverhärtungen führen.

Was Sie tun können:
Wer ihn nicht einmal mehr mit beiden Händen herunterdrücken kann, wird bei diesem Schmerzpegel selbst medizinische Hilfe suchen. Wenn nicht, kann es zu einer Dauerschädigung des Penis kommen.

Nässen, Brennen, Ziehen und Jucken am Penis

Milchiger Ausfluss aus der Harnröhre, Nässen, Brennen, Ziehen und Jucken am Penis, Entzündung der Eichel und der Prostata.

Ursachen:
Infektion mit Trichomonaden. Diese Parasiten werden meistens beim Geschlechtsverkehr, selten durch Sauna, Toiletten und Handtücher übertragen.

Was Sie tun können:
Kondome beim Sex und Hygiene mindern das Ansteckungsrisiko erheblich. Sind diese Symptome schon aufgetreten, kann man selbst nichts tun als zum Urologen zu gehen. Die Behandlung erfolgt mit Medikamenten und ist unproblematisch.

Großer Harndrang, schmerzhaftes Harnlassen, schleimig-gelblicher Ausfluss

... aus der Harnröhre und morgens verklebter Harnröhrenausgang. Bei Oralverkehr kann sich der Rachen der Partnerin entzünden.

Ursachen:
Eine Infektion mit Chlamydien, Mycoplasmen oder Ureaplasma ist eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten.

Was Sie tun können:
Zwar werden über die Hälfte der Betroffenen von selbst die Infektion los. Wird man vom Zufall nicht bevorteilt, kann die Erkrankung sich festbeißen und zu schmerzhaften Unterleibsentzündungen und zu Unfruchtbarkeit führen. Deshalb ist es besser, das Risiko nicht einzugehen, sondern mit der Partnerin den Urologen oder den Hautarzt aufzusuchen. Die Behandlung mit Medikamenten dauert normalerweise zwei Wochen. Bis zur Ausheilung muss auf ungeschützten Sex verzichtet werden.

Schmerzlose rosa Warzenansammlung

... auf der Vorhaut, an der Harnröhre, am Penisschaft oder am After.

Ursachen:
Zu viel Vertrauen in die Sexualpartnerin - kein Kondom beim Sex – erleichtert den Feigwarzenviren den Ortswechsel. Es gibt Hinweise, dass diese Viren auch verschiedene Krebsformen verursachen können.

Was Sie tun können:
Zusammen mit der Sexualpartnerin zum Urologen oder zum Hautarzt gehen. Nach eingehender Untersuchung wird die Behandlung eingeleitet: Betupfen der blumenkohlähnlichen Gewächse mit Medikamenten, eine Behandlung mit flüssigem Stickstoff, oder auch chirurgisch oder mit Laser befreit dauerhaft von den Warzen und gibt dem Genital sein Ursprüngliches Aussehen und seine Funktionsfähigkeit zurück.

Rötungen und schmerzhafte Bläschen auf Vorhaut und/oder Eichel

Mehrere flache, schmerzhafte Bläschen blühen auf der Vorhaut und/oder auf der Eichel mit Rötung und Schwellung der betroffenen Region und können später verkrusten und Geschwüre bilden. Probleme beim Urinieren, Verstopfung, Erektionsstörungen, Fieber und geschwollene Lymphknoten in der Leiste treten ebenfalls auf.

Ursachen:
Hier haben sich sehr wahrscheinlich Herpes-Viren häuslich eingerichtet. Fast jeder sechste Europäer trägt Herpes-Viren in sich. Diese Viren sind besonders heimtückisch, da sie erst aktiv werden, wenn der Organismus besonders geschwächt ist und sie nicht mehr in Schach halten kann. Stress, schwere Krankheiten, Verletzungen und Operationen können die Viren aus ihrem Winterschlaf wecken. Herpes kann sexuell übertragen werden, muss aber nicht.

Was Sie tun können:
Leider hilft kein Hand- oder Mundauflegen. Da wird der Urologe mit Sexkarenz-Drohungen und antiviralen Salben, Tabletten und im Härtefall Infusionen, Abhilfe schaffen.
Für Do-it-yourself-Fans: Rezeptfrei in Apotheken erhältliche Mittel mit dem Wirkstoff Aciclovir, Famciclovir, Valaciclovir und das neue Penciclovir können auch an diesem Ort Wunder wirken.


 

Bräunliches Geschwür auf der Eichel und/oder Vorhaut

Schmerzloses, bräunliches Geschwür auf Eichel und/oder Vorhaut, geschwollene Lymphknoten, Ziehen in den Gelenken, Schlappheitsgefühl, Fieber und Kopfschmerzen und später bräunlicher Ausschlag, und manchmal treten Knötchen auf der Haut und den Schleimhäuten auf. Noch später kann es zu Haarausfall, Leberentzündung und Nervenschäden kommen. Drei bis fünf Jahre nach diesen Anzeichen ist jedes Organ vom Befall der Krankheit bedroht: Gummiartige Knoten können an Haut, Leber, Gehirn und Hoden vorkommen. Unbehandelt kann die Infektion weitere 20 bis 30 Jahre später zu fortschreitender Lähmung führen.

Ursachen:
Ursache dieser Symptome ist die Syphilis (Lues venerea). Sie zählt zu den Geschlechtskrankheiten, die als venerische Krankheit (nach Venus, der römischen Göttin der Liebe) und als Lustseuche bezeichnet werden. Die Ansteckung mit Syphilis erfolgt von Mensch zu Mensch meist durch Küssen und ungeschützten Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnerinnen.
Das Bakterium der Lues (Treponema pallidum) kann durch intakte Schleimhäute und noch besser durch kleinste Verletzungen in die Blutbahn gelangen. Der Syphiliserreger bleibt außerhalb des menschlichen Körpers nicht lange am Leben. In Hafenstädten ist Syphilis häufiger als in anderen Städten. Aber jeder Mensch kann angesteckt werden. Es gibt keine angeborene Widerstandskraft gegen Syphilis. Auch nach der Ausheilung bleibt kein Infektionsschutz zurück; man kann daher jederzeit wieder angesteckt werden.

Was Sie tun können:
Leider gibt es bisher keinen Impfstoff gegen Syphilis. Kondome können auch hier lebens- und liebeslebenrettend sein (jeder zehnte Unbehandelte stirbt an den Folgen!).
Die ersten Zeichen wie Rötung, Schwellung und Hautausschlag wirken harmlos. Aber das ist ein Täuschungsmanöver!
Hier ist keine Selbsthilfe möglich. Der Urologe oder Hautarzt dagegen kann mit Antibiotika wie Penicillin die Krankheit auch im fortgeschrittenen Stadium aufhalten und heilen. Fairerweise wird man seine Sexualpartnerinnen informieren und bis zur Heilung keine Unschuldigen mehr infizieren.

 

Brennen beim Wasserlassen, eitriger Ausfluss

... Ausfluss aus der Harnröhre, später Entzündung der Vorsteherdrüse und der Nebenhoden.

Ursachen:
Ungeschützter Geschlechtsverkehr ermöglicht den Trippererregern, sich nach Herzenslust zu verbreiten. Diese Bakterien können ebenfalls durch die unverletzte Schleimhaut hindurchwandern.
Die Gefahr, sich mit Tripper (Gonorrhoe) anzustecken ist besonders groß, weil viele Frauen und auch einige Männer keine Symptome haben und daher nicht wissen, dass sie ansteckend sind, und dadurch die Erreger fröhlich weitergeben.

Was Sie tun können:
Solange es keine Impfung gegen Tripper gibt, sollte man mit Kondomen vorlieb nehmen.
Wen es trotzdem erwischt, der sollte den Gang zum Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten oder zum Urologen wagen. Denn die Krankheit kann unbehandelt zu Gelenkschmerzen, Blutvergiftung, Herzentzündung und Unfruchtbarkeit führen. Mit einem Antibiotikum (es gibt mehrere wirksame Antibiotika gegen den Tripper-Erreger) in Form von zwei Tabletten insgesamt kann der Spuk vorbei, die Krankheit geheilt sein.

Geschwür mit gezacktem hellroten Rand an Eichel und/oder Vorhaut

Rundliches oder längliches weiches, linsengroßes, schmerzhaftes Geschwür mit zackigen hellroten Rändern an Eichel und/oder Vorhaut. Das Geschwür ist mit Eiter belegt. Die Lymphknoten in der Leistenbeuge vereitern und können sich durch die Haut nach außen entleeren.

Ursachen:
Ansteckung mit verschiedensten Bakterien durch ungeschützten Geschlechtsverkehr kann den weichen Schanker verursachen.

Was Sie tun können:
Falsche Scheu ablegen und zum Hautarzt oder Urologen gehen. Mit schnell wirkenden Antibiotika (Sulfonamiden) wird er die Krankheit in den Griff bekommen.


 

AIDS

Das ist zwar keine ausgesprochene Geschlechtskrankheit, kann aber auch (und das sehr häufig!) durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Streng gesehen ist AIDS eigentlich überhaupt keine Krankheit, sondern ebnet durch Ruinieren des Abwehrsystems den Weg für andere Krankheiten, mit denen der Körper alleine nicht fertig werden kann.

Grippeähnliche Symptome, geschwollene Lymphknoten

Zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung können grippeähnliche Symptome auftreten, die Lymphknoten schwellen an. Diese Beschwerden verschwinden bald, und es beginnt eine symptomfreie Zeit, die nur wenige Monate oder länger als zehn Jahre dauern kann.
Steckt man sich nach dieser individuellen Karenzzeit an, kann sogar ein banaler Schnupfen zur ernsten Gefahr werden. Zu diesem Zeitpunkt sind die Lymphknoten geschwollen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Fieberschübe über Monate, Verlust von Gewicht, Durchfälle und Nachtschweiß typische Zeichen.
Die Anfälligkeit für Infektionen (z.B. mit Pilzen, Grippe, Tuberkulose oder der charakteristischen Lungenentzündung) und Krebserkrankungen nimmt zu. Besonders häufig ist das Kaposi-Sarkom. Manch einer kennt die dunklen Flecken auf der Haut aus dem Hollywood-Streifen "Philadelphia“ mit Tom Hanks.

Ursachen:
Ein Virus, das im Sommer 1981 erste Schlagzeilen machte. Ein Erreger, der zu schweren und ungewöhnlichen Infektionen, Hautgeschwüren und extrem geschwächtem Allgemeinbefinden führt: das "menschliche Immundefekt-Virus“ (Human immunodeficiency virus, HIV), der Erreger der "erworbenen Immunschwächekrankheit“ (acquired immunodeficiency syndrome, AIDS).
Das HI-Virus braucht, wie andere Viren auch, eine Wirtszelle, um sich vermehren zu können. Es nistet sich also in eine Zelle ein und vermehrt sich dort, bis diese Zelle abstirbt. Nun werden massenweise neue HI-Viren frei, die ihrerseits Wirtszellen befallen. Das ist aber noch nicht das schlimmste.

Besonders tückisch am HIV ist, dass es
·       ausgerechnet diejenigen Zellen befällt, die den Körper gerade vor Infektionen schützen sollen (CD4-Zellen, eine Untergruppe der für die Abwehr wichtigen T-Helferzellen und sogenannte Fresszellen), nämlich die Immunzellen selbst -nun ist der Körper Krankheitskeimen und Krebszellen ausgeliefert-
·       sich vom Abwehrsystem unbemerkt wochenlang in Zellen aufhalten kann
·       ein Verwandlungskünstler ist: Noch bevor das Immunsystem reagieren kann, hat es sich schon wieder verändert.

Das Virus kann außerhalb des Körpers nicht überleben. Es stirbt schnell ab. Es kann also nur übertragen werden, wenn Blut, Sperma oder Vaginalsekret direkt in die Blutbahn gelangt. Das ist der Fall, wenn bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr (auch Oralsex!), durch Mitbenutzen von Drogenbesteck, Blutkonserven oder sonstige Blutprodukte infizierte Körperflüssigkeiten übertragen werden.

Aids - Was Sie tun können:

1. Lassen Sie sich gar nicht erst anstecken. Das Geheimnis heißt Kondome, Kondome und nochmals Kondome (bieten einen Schutz von fast 99 Prozent!). Treue in der Beziehung kann übrigens auch schützen. 2. Wenn Sie glauben, sich angesteckt zu haben, lassen Sie einen HIV-Test durchführen. Dieser wird von niedergelassenen Ärzten, im Krankenhaus, von Gesundheitsämtern und AIDS-Beratungsstellen kostenlos angeboten und kann auf Wunsch anonym durchgeführt werden. Allerdings erkennt der Test keine Infektionen, die frischer als drei Monate sind.
3. Wenn Sie HIV-negativ sind, dürfen Sie die Sektkorken knallen lassen.
4. Ist der Test wider Wunsch und Wollen positiv (und es handelt sich nicht um ein falsches Ergebnis), sind weiterführende Untersuchungen unbedingt zu empfehlen. Denn viele Infektionen und das Kaposi-Sarkom, die bei AIDS auftreten, sind heute sehr gut zu behandeln. Noch gibt es zwar keine Heilung bei einer HIV-Infektion, aber mit der antiretroviralen Therapie (ART) können gute Erfolge erzielt werden: Es gibt mittlerweile mehr als 20 dieser hochwirksamen antiretroviralen Substanzen, die eine Vermehrung der Viren unterdrücken. Diese werden oft auch kombiniert, um die Wirkung zu maximieren. Ist die Therapie erfolgreich, werden nur noch wenige Viren gebildet, und das Immunsystem kann sich erholen. Infektionen können nun besser abgewehrt werden, und Lebensdauer und Lebensqualität steigen. Allerdings muss diese ART vorerst lebenslang erfolgen, da die Viren nicht vollständig ausgemerzt werden können.

Neuere Therapien

Neben der ART werden auch andere Versuche, die Infektion zu therapieren, indem etwa das körpereigene Immunsystem so zu manipuliert wird, dass es ohne Medikamente die Viren besiegen soll: Dazu gehören neben Impfstoffen auch gentherapeutische Ansätze, bei denen Immunzellen dem Körper entnommen, gentechnisch verändert und anschließend dem Körper wieder zugeführt werden, außerdem gibt es Versuche, das chemische Gleichgewicht des Immunsystems, also der Botenstoffe und Entzündungsstoffe, die bei der HIV-Infektion ausgeschüttet werden, wieder zu optimieren. Durchschlagende Erfolge stehen laut der Deutschen Aids-Hilfe bisher allerdings noch aus.


 

Probleme beim Pinkeln

Das Pinkeln gehört nicht gerade zu den Tätigkeiten, über die man oft spricht. Aber jeder kennt das Gefühl, die Blase lustvoll zu leeren und den Druck auf der Blase schwinden zu spüren. Bei vielen Frauen und einigen Männern wirkt eine volle Blase wie auch das Wasserlassen sogar stimulierend.
Über die Notwendigkeit des Pinkelns hinaus können Probleme beim Wasserlassen aber auch erste und ernste Anzeichen von Krankheiten und Warnsignale für falsche Gewohnheiten sein.

Häufiger Harndrang ohne Schmerzen

Ursachen:

Wer oft und viel Bier, Tee oder Kaffee trinkt, darf sich nicht wundern. Insbesondere Bier und andere alkoholische Getränke schlagen schnell durch und suchen ihren Weg ins Freie. Ebenso wie Koffein weiten sie die Gefäße, steigern das Tempo des Herzschlages, das Blut wird schneller durch den Körper gepumpt und entsprechend zügiger durch die Nieren gejagt.

Was Sie tun können:
Solange man nicht darunter leidet, zweistündlich die Toilette aufzusuchen, ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn man viel trinkt. Schließlich empfehlen Mediziner ausgewachsenen Männern, täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit zu trinken. Das ist die beste Blasenspülung und schützt vor Entzündungen der Harnwege. Außerdem hält genügend Flüssigkeit den Kreislauf und die Hirnleistung auf Trab. Wenn Sie nicht gerade nierenkrank sind oder unter zu hohem Blutdruck leiden, dann trinken sie lieber viel als wenig. Das gilt leider nicht für Alkohol, der – im Übermaß genossen – zu Potenzstörungen führen kann.
Wer ungefähr 2 Liter täglich trinkt, darf auch getrost drei- bis fünfmal pinkeln. Bei mehr als sieben Toilettengängen täglich oder mehr als zweimal nächtlichem Harndrang sollten Sie einen Urologen aufsuchen, rät der Urologe Dr. Tobias Pottek, Chefarzt der Urologischen Klinik am Asklepios Westklinikum Hamburg.

 

Häufiges Urinieren vor Prüfungssituationen oder bei Stress

Ursachen:

Auch seelische Anspannung beschleunigt Atmung und Herzarbeit und damit auch die Nierentätigkeit.

Was Sie tun können:
Versuchen sie, die Stresssituation möglichst schnell hinter sich zu bringen. Führen sie öfters Entspannungsübungen durch und versuchen Sie bewusst, langsamer und tiefer zu atmen. Das senkt den Puls und beruhigt. Nach durchgestandener Stresssituation normalisiert sich auch die Pinkelfrequenz ganz von selbst.

Häufiger Harndrang nach Einname von Medikamenten

Ursachen:

Einige Medikamente, insbesondere solche, die sich auf die Herz- und Kreislaufarbeit auswirken, können auch die Nieren schwer beschäftigen. Das sind z.B. Arzneien gegen Entzündungen der Harnwege, gegen niedrigen Blutdruck, gegen hohen Blutdruck, und herzstärkende Mittel.

Was Sie tun können:
Fragen sie Ihren Arzt nach alternativen Medikamenten, die diese Nebenwirkung nicht haben.

Tröpfchenweises Verlieren von Harn bei Anstrengung oder beim Heben

Ursachen:

Wahrscheinlich ist der Schließmuskel der Blase in Stress geraten. Das kann passieren, wenn die Harnwege entzündet sind, bei Erkrankungen der Prostata und nach Erkrankungen oder Verletzungen von Rückenmark oder Gehirn. Nur sehr wenige junge Männer sind "undicht". „Eine Inkontinenz bei einem jungen Mann ist immer ein sehr ernstes Warnsymptom“, sagt Urologe Pottek aus Hamburg.

Was Sie tun können:
Den Urologen aufsuchen. Dieser wird die Quelle (z.B. mit Harntests, Röntgenuntersuchungen und Blasendruckmessungen) ausfindig machen und eine Behandlung einleiten, um das Rohr wieder abzudichten. Die Therapie richtet sich nach der Ursache: Liegt dem Tröpfeln eine Prostataerkrankung oder Verletzung zugrunde, kann der Missstand unter Umständen mit einer Operation behoben werden. Bei Ursachen, die in Gehirn oder Rückenmark sitzen, könne mit entkrampfenden Medikamenten (z.B. Anticholinergika) geholfen werden, sagt der Hamburger Experte Pottek. „Anatomische Störungen des Harntraktes dagegen müssen mittels moderner Methoden operativ behandelt werden. Je nach dem Ort der Störung reicht das Spektrum von Laseranwendungen bis zur Implantation von “Ersatzteilen”, die heute sehr erfolgreich angewendet werden können“, so Pottek weiter.

Häufiges Pinkeln und gleichzeitig starker Durst

Ursachen und was Sie tun können:
Es handelt sich sehr wahrscheinlich um die Zuckerkrankheit (s. oben unter Peniserkrankungen: Mangelnde Hygiene, Pilzbefall))

 

Schmerzen beim Wasserlassen und gelegentlicher Ausfluss

Ursachen und was Sie tun können:

Die Harnröhre ist entzündet oder zumindest durch andere Erkrankungen des Harnapparates oder der Brunftorgane in Mitleidenschaft gezogen worden.

 

Prostata-Vergrößerung: Häufiger Harndrang

... aber der Harn wird in immer dünner werdendem Strahl und in kleinen Portionen entleert.

Ursachen:
Hier hat die Vorsteherdrüse die Harnröhre im Würgegriff. Vergrößert sich die Prostata (meist ab dem 50. Lebensjahr, oder bei Prostatakrebs ab dem 60. Lebensjahr), dann drückt die Vorsteherdrüse die Harnröhre zu.

Was Sie tun können:
Lassen Sie von einem Urologen die Ursache feststellen. Dafür wird er die Prostata durch den Enddarm (rektal) tasten, Ihr Blut untersuchen und möglicherweise eine Gewebeprobe aus der Prostata entnehmen, um einen Krebs auszuschließen.
Handelt es sich um eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse, wird der Arzt Ihnen heilpflanzliche Mittel (z. B. Sägezahnpalmen- oder Brennesselpräparate) verschreiben. In hartnäckigeren Fällen kann er das Register der verschreibungspflichtigen Medikamente (z.B. sogenannte Alpha-Blocker) ziehen, oder aber er greift zu Methoden, die schneller zum Erfolg führen: Laserbehandlung, oder Operation der Prostata.
Ist die Vergrößerung der Prostata bösartig, wird die Vorsteherdrüse chirurgisch entfernt. Das führt leider in etwa 8 von 10 Fällen zu Impotenz und in 4 bis 8 Prozent der Fälle zu Inkontinenz. Bei frühem Erkennen bringt diese Behandlung aber volle Lebenserwartung. Deshalb ist es wichtig, ab dem 40. Lebensjahr jährlich zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen.


 

Häufiges Wasserlassen, großer Harndrang und Brennen beim Pinkeln

... und geringe Ausscheidung, dumpfer Schmerz im Unterleib, Fieber, Rückenschmerzen und dunkler, wolkiger oder blutiger Urin mit starkem Geruch, möglicherweise gleichzeitig mit Schwitzen, Übelkeit und Erbrechen.

Ursachen:
Die Harnwege sind mit Krankheitserregern infiziert. Das geschieht meist, wenn die Harnröhre verengt und/oder die Prostata vergrößert ist, bei Psycho-Stress und nach Aufenthalten im Krankenhaus mit Dauerkatheter. Eine Blasenentzündung ist zunächst zwar harmlos, kann sich aber – wenn auch selten – zur Niere hinaufarbeiten und eine Nieren- oder Nierenbeckenentzündung verursachen.

Was Sie tun können:
Viel trinken! Wenn Ihnen Blasentees besonders gut schmecken, dann trinken Sie auch diese. Es ist eigentlich ganz gleich, was Sie trinken (außer Hochprozentiges), solange Sie nur viel trinken. Das spült nämlich die Bakterien aus der Blase, bevor sie sich vermehren können. Halten Sie den Harn nicht lange an, denn eine gefüllte Blase kann sich schlecht gegen Bakterien wehren.
Kann der Arzt keine andere Erkrankung feststellen, die für die Blasenentzündung ursächlich war, wird er Sie mit Antibiotika versorgen.

 

Gelegentlich verfärbter Urin

Ursachen:
Der Genuss von einigen Lebensmitteln (z. B. rote Beete oder Rüben) und einige Medikamente können den Harn verfärben.

Was Sie tun können:
Diese Zeichen sind eigentlich harmlos. Hält der Farbwechsel jedoch länger an (auch nachdem Sie das Medikament nicht mehr einnehmen), dann suchen Sie den Arzt auf.

Starker Geruch des Urins nach Ammoniak, dunkelgelbe Farbe

Ursachen:
Sie haben wahrscheinlich einfach mal zu wenig getrunken, oder aber durch Fieber, starkem Schwitzen, Durchfälle oder Erbrechen zu viel Flüssigkeit verloren. Dadurch ist der Harn stark konzentriert.

Was Sie tun können:
Trinken Sie mehr als normal, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Gelingt es Ihnen nicht, dann befragen Sie Ihren Arzt.

Bierähnlicher dunkelbrauner, aber klarer Urin, heller Stuhl

... und die Haut und das "Weiße" des Auges werden gelb, möglicherweise starker Juckreiz.

Ursachen:
Erkrankungen der Leber (dann haben Haut und Augen einen eher rötlichen Gelbton) oder ein Stau der Gallenflüssigkeit, z. B. durch Gallensteine (der Gelbton ist dann mehr grünlich), können diese Symptome machen.

Was Sie tun können:
In beiden Fällen ist ein Arztbesuch unbedingt erforderlich, weil die Beschwerden nicht von selbst verschwinden, sondern sich verstärken. Und sollte eine ansteckende Leberentzündung (Hepatitis) die Ursache sein, dann ist die Verfärbung des Harns noch das harmloseste Problem.

 

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