Wussten Sie schon?
Geändert am: 21. Februar 2021

Diese Sexualstörungen sind häufig

Written by menscore Published in Wussten Sie schon?
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Männerschritt Jeans männlicher Unterleib © zwolafasola - Fotolia.com

Sexualstörungen wie Libido- und Erektionsstörungen kommen bei Männern oft vor. Welche es noch gibt und und wie verbreitet sie sind, wurde in einer Studie untersucht.

Das Hamburger Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie hat eine Pilotstudie zum Thema „Erwachsenensexualität“ durchgeführt. Ein Thema der Studie waren sexuelle Schwierigkeiten bei der erwachsenen Bevölkerung. Diese treten bei Frauen häufiger auf als bei Männern.
Die Männer leiden oftmals unter sexueller Lustlosigkeit, vorzeitigem Samenerguss oder Erektionsproblemen. Bei der sexuellen Lustlosigkeit ist das Interesse an sexuellen Aktivitäten oder Fantasien vorübergehend (manchmal auch dauerhaft) stark gesunken oder gar nicht mehr vorhanden. Der vorzeitige Samenerguss kennzeichnet sich durch ein zu frühes Auftreten des sexuellen Höhepunktes. Betroffene schildern, dass sie das Timing des Höhepunktes nicht ausreichend kontrollieren können. Erektionsprobleme bedeuten, dass es schwer oder gar nicht möglich ist, eine Erektion zu bekommen.
Liegen solche Sexualstörungen vor, kann allerdings nicht automatisch geschlussfolgert werden, dass die Betroffenen darunter leiden.

Ergebnisse der Studie

Den Personen, die an der Pilotstudie teilnahmen, wurden Fragen zu den letzten sechs Monaten in Bezug auf sexuelle Schwierigkeiten und einen daraus resultierenden Leidensdruck gestellt. In der Studie wurden nur sexuell aktive, heterosexuelle Paare berücksichtigt. Das Sexualleben von Singles spielte in dieser Erhebung mithin keine Rolle.
Es gaben 76 Prozent der Frauen und 57 Prozent der Männer an, mangelndes Interesse an Sex mit dem jeweiligen Partner zu haben. Schränkt man das auf die Personen ein, die in mehr als 75 Prozent der Sexualkontakte kein wirkliches Interesse daran haben, betrifft es 15 Prozent der Frauen und vier Prozent der Männer. Von dieser Gruppe verspüren neun Prozent der Frauen und drei Prozent der Männer einen Leidendruck, der in Zusammenhang mit fehlender sexueller Motivation steht.
62 Prozent der Männer litten hingegen an vorzeitigem Samenerguss. In nur sieben Prozent der Fälle trat das Problem „fast immer“ auf und vier Prozent der Männer, die häufig betroffen waren, verspürten wegen des verfrühten Orgasmus einen Leidensdruck.
Von den Männern, die an der Pilotstudie teilnahmen, litten 42 Prozent an verzögerter Ejakulation. Bei zwei Prozent spielte das Problem in mehr als drei Viertel der sexuellen Aktivitäten eine Rolle. Von dieser Gruppe litt nur ein Prozent der Männer an dem Umstand, dass sich der Orgasmus hinauszögerte.
Erektionsprobleme spielten bei 45 Prozent der Männer im Laufe der Beziehung eine Rolle. Vier Prozent der Betroffenen haderten mit diesem Umstand in mindestens 75 Prozent der Geschlechtsakte. Erstaunlicherweise litten von denjenigen, die das Problem sehr oft betrifft, nur zwei Prozent darunter.

Fazit

Anhand dieser Erhebungen wird klar, dass deutlich zwischen „normal“ auftretenden sexuellen Schwierigkeiten und denen, die den Gang zu einem Arzt erfordern, unterschieden werden muss. Ein wichtiges Kriterium ist der Leidensdruck des Patienten, ganz unabhängig von der Art der sexuellen Probleme.

 

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