Wussten Sie schon?
Geändert am: 04. November 2019

Gute Cholesterinwerte – aber wie?

Written by menscore Published in Wussten Sie schon?
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Gute Cholesterinwerte – aber wie? © Nmedia - Fotolia.com

Cholesterin wird zum größten Teil vom Körper selbst produziert und nur geringfügig von der Ernährung abhängig. Auch wenn sie nicht direkt Beschwerden machen, sind zu hohe Werte schädlich für die Gesundheit. Aber wie kann man seine Cholsterinwerte senken?

Cholesterinproduktion

Etwa 75 Prozent des Cholesterins wird täglich in der Leber produziert, während lediglich 25 Prozent über die Ernährung hinzukommen. Aus diesem Grund lassen sich zu hohe Cholesterinwerte auch nur bedingt über eine Änderung der Ernährung reduzieren.

Wie wird erhöhtes Cholesterin festgestellt?

Viele Menschen merken über Jahre hinweg nicht, dass ihre Werte zu hoch sind. Denn eine Erhöhung macht sich durch keinerlei Symptome bemerkbar. Als Folge können sich jedoch Plaques in den Arterien bilden, die diese dann verstopfen und in Form von Arteriosklerose verschiedene Herzkreislauf-Erkrankungen auslösen können. Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollte zu hohes Cholesterin behandelt werden.

Cholesterin in der Vorsorge prüfen

Bei der regelmäßigen Gesundheitsvorsorge-Untersuchung werden die Blutwerte geprüft, auch die wichtigsten Cholesterin-Werte sind dabei. So lässt sich leicht feststellen, wenn die Werte zu hoch sind und behandelt werden müssen. Gemessen werden hier meist LDL (Low Density Lipoprotein), HDL (High Density Lipoprotein), Triglyceride und das Gesamtcholesterin.

„Gutes“ Cholesterin und „schlechtes“ Cholesterin

Als gutes Cholesterin gilt der HDL-Wert, der durch eine gesunde Ernährung mit beeinflusst werden kann. Je höher dieser Wert ausfällt (>45), desto mehr ist man vor Herzkreislauf-Erkrankungen geschützt. Zum schlechten Cholesterin gehört der LDL-Wert, der, je höher er ist, desto schädlicher auf den Körper wirkt. Hier wird ein Wert unter 100 als Optimalwert angestrebt. Dieser Wert ist jedoch genetisch festgelegt und kann nur zum Teil durch die Ernährung beeinflusst werden. Das Gute an der Sache ist, dass sich der LDL Wert auch mit Medikamenten senken lässt.

Triglyceride

Auch die Triglyceride (<150) sind durch die Ernährung und den Lebenswandel beeinflussbar. Verzichten sollte man auf Alkohol, zu viel Zucker und Kalorien, wenn dieser Wert zu hoch ausfällt. Zudem sind auch Übergewichtige, Raucher und unsportliche Menschen oft von einer Erhöhung der Triglyceride betroffen.

Lebensmittel und Cholesterin

Cholesterin ist z. B. in Eiern, Garnelen, Fleisch und Milchprodukten zu finden. Allerdings steigt der Cholesterinspiegel nicht bei allen Menschen durch den Konsum von cholesterinhaltigen Lebensmitteln an. Darauf ganz zu verzichten, ist also meist unnötig. Werden diese Lebensmittel in Maßen gegessen, erhöhen sie den Cholesterinspiegel kaum.

Die Familiengeschichte als Risikofaktor

Auch eine genetische Komponente gilt als Ursache für einen zu hohen Cholesterinspiegel. Haben Verwandte hohe Spiegel im Blut, wird dies häufig an weitere Generationen vererbt. Nur zum Teil können diese Werte mit Ernährung beeinflusst werden, häufig sind Medikamente zur Senkung nötig.

Der Einfluss des Geschlechts

Frauen haben oft den Vorteil, dass das weibliche Sexualhormon vor einem zu hohen Cholesterinspiegel schützt. Das gilt aber nur bis zur Menopause, in der der Östrogenspiegel deutlich abfällt, wodurch auch die Cholesterinwerte ansteigen können. Von Natur aus haben Frauen aber auch höhere HDL-Cholesterinspiegel, was ebenfalls zum Schutz vor Herzkreislauferkrankungen beiträgt.

Ernährung bei hohem Cholesterin

Um Cholesterin effektiv zu senken, gibt es verschiedene Empfehlungen. Vollkornprodukte, viel Ballaststoffe, enthalten in Haferflocken, Obst, Trockenfrüchten, Gemüse und Hülsenfrüchten reduzieren schädliches LDL. Dabei sollten die meisten Fette aus pflanzlichen Quellen stammen, auf Transfette sollte man komplett verzichten. Diese sind häufig in Fertiggerichten und Backwaren wie Keksen zu finden. Zu empfehlen sind außerdem gute Fette aus Olivenöl, Erdnussöl oder Avocados. Statt Fleisch sollte häufiger mal Tofu gegessen werden und Omega-3-Fettsäuren aus Fisch stehen ebenfalls auf der Liste der cholesterinsenkenden Lebensmittel. Insgesamt sollte der Konsum von zu vielen Kohlenhydraten reduziert werden.

Weitere Maßnahmen

Wer an Übergewicht leidet, sollte dieses reduzieren, da sich das auch positiv auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Rauchen ist ebenfalls nicht gut für den Cholesterinspiegel und erhöht zudem die Gefahr vor Herzkreislauf-Erkrankungen um ein Vielfaches. Wer Sport treibt, kann den Cholesterinspiegel ebenfalls senken, am besten sind tägliche Einheiten mit Joggen, Schwimmen oder auch einem ausgiebigen Spaziergang.

Medikamente als letzte Lösung

Bringen alle Maßnahmen zur Senkung der Cholesterinwerte nichts oder sind die Werte genetisch bedingt so hoch, dass eine Senkung unrealistisch ist? Dann kommen Medikamente wie etwa Statine ins Spiel, die die Produktion von Cholesterin in der Leber blockieren. Das funktioniert bei den meisten Patienten gut, allerdings haben diese Medikamente oft Nebenwirkungen. Wird eine gesunde Ernährung mit Medikamenten kombiniert, hat diese den größten Erfolg.

Wie niedrig sollte der Cholesterinwert sein?

Das kommt ganz darauf an, ob bereits Vorerkrankungen wie Diabetes, Übergewicht oder Herzkreislauf-Erkrankungen vorhanden sind. Je mehr Risikofaktoren es gibt, desto tiefer sollte der Wert eingestellt sein.

Lässt sich Arteriosklerose wieder rückgängig machen?

Sind die Arterien durch hohes Cholesterin von Arteriosklerose betroffen, kann man diese in gewissem Maße wieder rückgängig machen. Das funktioniert aber nur mit einer Kombination aus gesunder Ernährung, einem gesunden Gewicht, regelmäßigem Sport und der Reduktion von Stress, Rauchen und weiteren Risikofaktoren. Auch Statine und andere Medikamente sollten zur Reduktion von Cholesterin eingenommen werden, wenn die Werte durch andere Maßnehmen nicht sinken. Nur so lassen sich weitere Erkrankungen vermeiden, die bei einer fortschreitenden Arteriosklerose häufig die Folge sind. Dazu zählen zum Beispiel Schlaganfall, Herzinfarkt, verstopfte Beinarterien und weitere Probleme je nach von der Arteriosklerose betroffenem Organ.

 

 

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