Wussten Sie schon?
Geändert am: 14. September 2019

Augenbeschwerden richtig deuten

Written by menscore Published in Wussten Sie schon?
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Augenbeschwerden richtig deuten © Matthew Benoit - Fotolia.com

Ob Brennen, Trockenheitsgefühl oder ungleich große Pupillen – verschiedene Augenbeschwerden können darauf hindeuten, dass etwas nicht stimmt. Entsprechenden Symptomen sollte daher die nötige Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Verfärbungen im Auge

Rote Verfärbungen im Auge deuten auf geweitete oder geplatzte winzige Blutgefäße hin. Diese Art von Beschwerden geben sich meist von selbst wieder. Ernsthafter kann es sein, wenn es sich um eine Verletzung, ein Glaukom oder um Schnitte, Kratzer oder Wunden an der Hornhaut handelt. Bei Schmerzen, Sehbeeinträchtigungen oder anhaltenden rötlichen Verfärbungen im Auge sollte daher ein Arzt aufgesucht werden.
Augen können aber auch eine gelbliche Färbung annehmen. Erscheint das Weiß der Augen gelb, deutet dies meist auf Gelbsucht hin, eine Lebererkrankung, die u.a. durch Hepatitis-Viren oder übermäßigen Alkoholkonsum entstehen kann. In jedem Fall sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, wenn sich die Augen gelb färben.

Schmerzen im Auge

Macht sich ein Brennen oder Stechen im Auge bemerkbar, liegt dies häufig an müden oder gereizten Augen, beispielsweise durch trockene Luft, Staub oder Rauch. Brennen oder Stechen kann aber auch auf eine Lidrandentzündung hindeuten, bei der die Augenlider sich röten, verkrusten und brennen. Ursache hierfür ist eine Entzündung der Talgdrüsen auf der Innenseite der Augenlider. Die Beschwerden lassen sich mit einer antibiotischen Salbe behandeln. Ärztlich ausgeschlossen werden sollte zudem, dass es sich um eine Entzündung der Hornhaut, eine sogenannte Keratitis handelt. Eine solche entsteht häufig durch zu lange getragene, verschmutzte oder defekte Kontaktlinsen.
Gereizte Augen fühlen sich hingegen meist trocken an und beginnen zu jucken. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein. Allergien und Medikamente können die Augen reizen, ebenso das übermäßige Arbeiten am Bildschirm oder das Tragen von Kontaktlinsen. Meist helfen Augentropfen, die die Augen befeuchten. Eine erste Abhilfe schaffen zudem kalte Kompressen, die auf die gereizten Augen gelegt werden. Augenreiben sollte in diesem Fall vermieden werden.
Mitunter beginnt das Auge auch unkontrolliert an zu zucken. Manchmal liegt das an Übermüdung oder zu viel Koffein. Ernst sollte man die Beschwerden nehmen, wenn sich die Augenlider für längere Zeit ohne Grund schließen oder wenn sich nur eine Gesichtshälfte anspannt. Hier sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Veränderungen des Auges

Ist nicht ausreichend Tränenflüssigkeit vorhanden, kann sich eine klebrige Kruste auf Augenlidern oder Wimpern bilden. In kleinen Mengen ist dies nach dem Aufwachen normal. Bei einer starken Verkrustung oder gelblich oder grünlichen Verfärbungen sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden, da eine Bindehautentzündung die Ursache sein kann. Weitere Symptome einer solchen Bindehautentzündung sind zudem gerötete, brennende, juckende und tränende Augen. Meist reagieren die Augen auch besonders lichtempfindlich und es entsteht ein Fremdkörpergefühl im Auge.
Sind die Augen geschwollen, kann dies ebenfalls mehrere Ursachen haben, von einer Allergie über eine Bindehautentzündung bis zu einem blauen Auge. Mitunter spielt auch die Schilddrüse eine Rolle bei geschwollenen Augen. Sollte die Schwellung länger als 24 Stunden andauern oder Sehstörungen auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Handelt es sich hingegen um tränende Augen, kann dies darauf hindeuten, dass die Tränenflüssigkeit nicht normal abfließen kann, vielleicht durch eine Infektion oder verstopfte Tränenkanäle. Ein Arztbesuch kann hier weiterhelfen, um gegen die Beschwerden vorzugehen.
Sind rötliche, schmerzhafte Verdickungen an der Innenseite oder der Kante des Augenlids bemerkbar, handelt es sich meist um ein durch Bakterien verursachtes Gerstenkorn. Es kommt zu einer Entzündung der Talg- und Schweißdrüsen im Augenlid. Eine solche schmerzhafte Entzündung kann von selbst abheilen, mitunter verschreibt der Arzt aber auch eine antibiotische Salbe oder Tropfen.

Weitere Ursachen für Augenbeschwerden

Augenbeschwerden können auch in einem Fremdkörpergefühl im Auge bestehen. Keinesfalls sollte man nun anfangen, die Augen zu reiben. Vermehrtes Blinzeln kann für mehr Tränenflüssigkeit sorgen, die die Augen befeuchtet und dabei hilft, eine Wimper, ein Staubkorn oder einen anderen Fremdkörper auszuspülen. Auch ein warmer Waschlappen auf dem Auge kann Linderung verschaffen. Bei einem anhaltenden Fremdkörpergefühl sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden, mitunter kann auch eine Infektion oder eine Beschädigung der Hornhaut vorliegen.
Ein weiteres Symptom sind unterschiedlich große Pupillen. Die Pupille passt sich in der Regel den Lichtverhältnissen an. Tut sie dies nicht mehr, sondern ist stattdessen eine anhaltende Weitstellung der Pupille (Mydriasis) oder eine dauerhafte Pupillenverengung (Miosis) festzustellen, kann dies verschiedene Ursachen haben, beispielsweise die Einnahme bestimmter Medikamente, Migräne, Hirnhautentzündung, Schlaganfall oder Schädigung von Nerven. Ein Arzt kann beurteilen, ob es sich um eine ernsthafte Ursache handelt.
Augenbeschwerden können auch durch erschlaffte Augenlider auftreten, wodurch das Sehen eingeschränkt wird. Eine kosmetische Operation kann hier meist Abhilfe schaffen. Bei plötzlich auftretenden hängenden Augenlidern sollte jedoch unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Dies kann u.a. auf einen Schlaganfall, Nervenprobleme, eine Muskelkrankheit oder einen Hirntumor hindeuten.
Leidet man unter Strabismus, oder dem sogenannten Crossed-Eye-Symptom, liegt eine Fehlstellung der Augen zueinander vor (Schielen). Die Augen schauen hierbei in unterschiedliche Blickrichtungen. So ist es unmöglich, dass die Seheindrücke beider Augen zu einem Bild verschmelzen, es kommt zu einer Störung des räumlichen Sehens. Ob eine Brille weiterhelfen kann oder eine Operation erforderlich ist, um die Augenfehlstellung zu korrigieren, muss individuell entschieden werden.

 

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