Wussten Sie schon?
Geändert am: 17. Mai 2018

Einsamkeit macht krank

Written by menscore Published in Wussten Sie schon?
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Einsamkeit macht krank © Viacheslav Iakobchuk - Fotolia.com

Manche Menschen fühlen sich nur in Gesellschaft ihres Partners wohl, andere wiederum können jahrelang glücklich alleine leben, ohne etwas zu vermissen. Doch bleibt jemand auf Dauer allein und auch die sozialen Kontakte fehlen, stellt sich irgendwann ein Gefühl von Einsamkeit ein. Und die Einsamkeit kann Folgen haben – physisch und psychisch.

Schwaches Immunsystem und höherer Blutdruck

Einsamkeit kann langfristig krank machen Und zwar wird vermutet, dass längeres Alleinsein und fehlende soziale Kontakte einen ähnlichen Effekt auf das Immunsystem haben wie andauernder Stress. Gerade im Winter neigen daher einsame Menschen vermehrt dazu, krank zu werden, da ihr Immunsystem nicht so stabil ist wie bei Menschen, die in einer festen Partnerschaft leben, von ihrer Familie umgeben sind oder ein aktiven Freundeskreis haben.

Es wird auch vermutet, dass durch Einsamkeit der Blutdruck steigt. Untersucht wurden in einer Studie zahlreiche Menschen, die bereits unter langjähriger Einsamkeit litten und insgesamt einen höheren Blutdruck hatten als Menschen, die nicht einsam sind. Dieser Blutdruckanstieg konnte unabhängig von anderen Faktoren (Ernährung, Alter) festgestellt werden.

Gegen Einsamkeit kann man etwas tun. Hier folgen ein paar Tipps, wie Sie wieder aktiver und weniger einsam durchs Leben gehen. Wichtig ist, der Einsamkeit entgegenzuwirken, indem man sich aus den sozialen Aktivitäten nicht ausgrenzt und Kontakt zu Freunden hält.

Aktiv werden

Am besten ist es, Einsamkeit gar nicht erst entstehen zu lassen. Hilfreich ist ein aktiver Lebensstil, der von sportlichen Aktivitäten, Ausflügen, Verabredungen mit Freunden und Ähnlichem geprägt ist. Wer nicht weiß, wo er Freizeitpartner finden kann, ist in Fitnessstudios, Nachbarschaftstreffs oder Vereinen gut aufgehoben. Mindestens drei Stunden pro Woche sollte man sozial oder sportlich aktiv sein, damit gar nicht erst ein Gefühl von Einsamkeit aufkommen kann.

Auch geistig fit bleiben

Wer auch im Alter geistig noch mit den Jüngeren mithalten will, kann sein Gedächtnis und die Konzentration aktiv fördern. Hilfreich ist hier alles, was die Gehirntätigkeit anregt und Langeweile verhindert. Kreuzworträtsel, ein anspruchsvolles Hobby, viel Reisen oder auch der kommunikative Austausch mit Jung und Alt hilft, auch in höherem Alter geistig fit zu bleiben und aktiv am Alltagsleben teilzunehmen. Wer nicht nur den Körper, sondern auch seinen Kopf fit hält, erkrankt wahrscheinlich auch seltener an Alzheimer.

Rauchen und Alkohol

Viele einsame Menschen rauchen und trinken zu viel. Das wiederum sorgt dafür, dass man körperlich schneller abbaut und weniger fit ist, um sozial und sportlich aktiv zu sein. Wer also das Rauchen unterlässt und Alkohol nur in Maßen zu sich nimmt, bleibt körperlich fitter und kann so eher aktiv der Einsamkeit, aber auch zahlreichen Erkrankungen von Lunge und Herz sowie Gefäßen vorbeugen.

Depression behandeln

Einsamkeit macht auf Dauer oft depressiv, wodurch man sich noch einsamer oder sogar regelrecht verzweifelt fühlen kann. Wer unter einer Depression leidet, sollte diese daher unbedingt richtig behandeln lassen. Sei es mit Psychotherapie oder anderen Methoden, um aus der Isolation auszubrechen und wieder am sozialen Geschehen teilnehmen zu können.

Gewicht kontrollieren

Wer aus Frust und Einsamkeit zu viel isst, wird langfristig immer dicker werden. Und die Fettleibigkeit bringt zusätzliche Einschränkungen in den Alltag, sodass an sportlichen Aktivitäten und anderen Freizeitbeschäftigungen kaum noch teilgenommen werden kann. Dies wiederum kann die Einsamkeit verstärken – ein Teufelskreis entsteht. Wichtig ist es daher, immer das Gewicht im Auge zu behalten und auf eine gesunde Ernährung sowie regelmäßige Bewegung zu achten. Vielleicht gibt es in der Nachbarschaft ähnlich einsame Menschen, die sich zum Beispiel über Kontaktforen oder über Nachbarschaftshilfen finden lassen, mit denen man Sport- und Freizeitaktivitäten gemeinsam planen kann.

Über Einsamkeit reden

Auch wenn es schwer fällt – es hilft, wenn man sich öffnet und mit der Familie, Freunden oder auch mit dem Hausarzt über seine Einsamkeit spricht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass man so schneller wieder aktiv selber etwas dagegen tun kann, wenn der nötige Rückhalt da ist. Ob man sich sportlich mehr betätigt, zum Beispiel beim Wandern oder Tennis spielen, oder einem Buchclub beitritt, ist dabei erst einmal völlig egal – Hauptsache, man kommt überhaupt wieder in Kontakt mit Menschen und kann sich so Schritt für Schritt ein normales soziales Leben zurückerobern. Nicht vergessen sollte man dabei, sich gesund zu ernähren, ausreichend zu schlafen und sich auch die nötige Ruhe zu gönnen, um sich nicht zu überfordern.

 

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