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Wussten Sie schon?
Geändert am: 28. Januar 2018

Screening-Tests – für wen wichtig?

Written by  menscore, Published in Wussten Sie schon?
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Screening-Tests – für wen wichtig? © lilibella - Fotolia.com

Die richtigen medizinischen Untersuchungen zur richtigen Zeit durchzuführen, ist ein wesentlicher Bestandteil einer optimalen Gesundheitsvorsorge. Durch entsprechende Untersuchungen lassen sich eventuelle Krankheiten schon im Anfangsstadium feststellen, wodurch die Heilungschancen deutlich besser stehen können bzw. spätere Komplikationen verhindert werden können.

Welche Untersuchungen letztlich tatsächlich ratsam sind, hängt vom eigenen Alter und den individuellen Risikofaktoren ab.

Prostatakrebs

Bei deutschen Männern ist Prostatakrebs mit über 63.000 Neuerkrankungen die häufigste Krebsart. Prostatakrebs kann sich langsam entwickeln, aber ebenso auch sehr aggressiv und schnell wachsen. Umso wichtiger sind Früherkennungsuntersuchungen, um zum frühestmöglichen Zeitpunkt schon mit der Behandlung beginnen zu können. Wer sich als gesunder Mann einem Screening unterzieht, kann eine digitale rektale Untersuchung oder auch einen prostataspezifischen Antigen Bluttest durchlaufen, wobei hier ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit dem behandelnden Arzt empfohlen wird, um die Risiken und möglichen Vorteile abwägen zu können.

<Hodenkrebs

<Männer können nicht nur von Prostatakrebs betroffen werden. Eine weitere, wenn auch seltenere, Krebsform, ist der Hodenkrebs. Dieser entwickelt sich in den Spermien produzierenden Keimdrüsen der Hoden. Besonders häufig betroffen sind jüngere Männer zwischen 20 und 45 Jahren. Im Rahmen einer Routineuntersuchung kann durch den behandelnden Arzt auch gleich eine Hodenuntersuchung durchgeführt werden, um Veränderungen der Hoden festzustellen. Bei Männern mit einer entsprechenden Vorbelastung in der Familie kann auch ein zusätzliches Screening sinnvoll sein.

<Darmkrebs

Ein weiteres Gesundheitsrisiko kann von Darmkrebs ausgehen; hier ist die Sterblichkeitsrate sogar besonders hoch. Hat sich der Krebs erst einmal entwickelt, kann er in andere Teile des Körpers vordringen und sich dort ausbreiten. Einem solchen Krebs kann manchmal durch die Entfernung etwaiger Polypen vorgebeugt werden. In Deutschland hat jeder Versicherte ab dem 50. Lebensjahr Anspruch auf eine regelmäßige Untersuchung, um Darmkrebs frühzeitig erkennen zu können. Ein solches Screening ist wichtig, da die Heilungschancen in einem frühen Stadium als gut bewertet werden. Einmal jährlich kann ein Test auf okkultes Blut im Stuhl durchgeführt werden. Alle 10 Jahre hingegen kann eine Dickdarmspiegelung vorgenommen werden.

Hautkrebs

Früherkennungsuntersuchungen gibt es auch für Hautkrebs. Die gefährlichste Form von Hautkrebs ist dabei das Melanom, das von älteren Männern doppelt so häufig entwickelt wird wie bei gleichaltrigen Frauen. Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, kann durch häufige Sonnenbestrahlung erhöht werden, insbesondere, wenn es auch zu Sonnenbränden kommt. Eine Untersuchung der Haut kann jeder selbst vornehmen, um Veränderungen festzustellen. Weiterhin wird empfohlen, eine Hautuntersuchung durch einen Dermatologen durchführen zu lassen. In Deutschland haben alle ab 35 Jahre alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung. Behandlungen von Hautkrebs sind nicht nur effektiver, je früher eine mögliche Erkrankung erkannt wird, sie lassen sich in einem frühen Stadium auch ästhetischer durchführen.

Bluthochdruck

Mit zunehmendem Alter steigt auch das Risiko für Bluthochdruck. Weitere Risikofaktoren ergeben sich durch das Körpergewicht sowie den Lebensstil. Ohne etwaige Vorzeichen können durch Bluthochdruck schwere Komplikationen eintreten. Um das Risiko von Herzerkrankungen, Nierenversagen und Schlaganfälle zu senken, muss Bluthochdruck behandelt werden. Ein normaler Blutdruck liegt bei weniger als 120/80 mmHg. Von hohem Blutdruck spricht man ab Werten von 140/90. Dazwischen liegende Werte können darauf hinweisen, dass das Risiko für Bluthochdruck besteht. 

<Grüner Star (Glaukom)

Bei einem Glaukom handelt es sich um eine Erkrankung der Augen, die nach und nach den Sehnerv schädigt und bis hin zur Erblindung führen kann. Ein Glaukom-Screening sollte regelmäßig durchgeführt werden, um frühzeitig einen ungewöhnlich hohen Druck im Auge feststellen zu können. So kann die Behandlung beginnen, bevor es zu einer Schädigung des Sehnervs kommt. Die zeitlichen Abstände zwischen den Untersuchungen richten sich dabei nach Alter und persönlichem Risikofaktor.

Cholesterinspiegel

Durch einen erhöhten LDL-Cholesterinspiegel können sich Ablagerungen in den Arterienwänden ansammeln, wodurch das Risiko von Herzerkrankungen steigt. Es kann zu einer regelrechten Verstopfung der Blutgefäße kommen, was die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr zum Herz und zum Gehirn beeinträchtigt. Auch Bluthochdruck, Herz- und Hirninfarkte werden dadurch begünstigt. Um gegen „schlechtes“ Cholesterin vorzugehen, können Medikamente helfen, aber vor allem auch die Änderung des eigenen Lebensstils. So sollte die Ernährung u. a. dahingehend angepasst werden, dass nur wenig tierische Fette aufgenommen werden.

Typ 2 Diabetes

Eine unkontrollierte Diabeteserkrankung kann zu verschiedenen Komplikationen führen, darunter Blindheit, Schlaganfälle und Herzerkrankungen. Je früher Diabetes jedoch erkannt wird, umso besser kann die Erkrankung kontrolliert werden. Mit Hilfe von Diät, Bewegung, Gewichtsverlust und Medikamenten lassen sich Komplikationen vermeiden. Zudem können sowohl ein Nüchternblutzuckertest, Glukosetoleranztest oder HbA1c-Test durchgeführt werden. Bei gesunden Personen ohne erhöhtes Risiko wird ein entsprechender Vorsorgetest ab dem 45. Lebensjahr alle drei Jahre empfohlen.

HIV

Durch das HI-Virus kann eine Aids-Erkrankung ausgelöst werden. Infizierte Personen müssen keine Symptome zeigen, um das Virus übertragen zu können. Die Übertragung erfolgt von Person zu Person durch Kontakt mit Sekreten der Vagina, des Analbereiches, des Mundes oder der Augen sowie durch Blut. Es gibt bis heute keine Heilung oder Impfung gegen HIV. Die Medizin ist jedoch mittlerweile in der Lage, zu verhindern, dass es nach einer HIV-Infektion zu einem Ausbruch von Aids kommt. Das Tückische an der Krankheit ist dabei, dass Infizierte jahrelang beschwerdefrei leben können. Lediglich ein Bluttest kann wirklich Klarheit verschaffen. Eine wichtige Maßnahme, um einer Infizierung vorzubeugen, ist Safer Sex.

 

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