Wir verwenden Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite menscore.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen in unserer Datenschutzerklärung. Hier klicken um sich von Google Anlaytics abzumelden.
Wussten Sie schon?
Geändert am: 08. Januar 2018

Wenn die Gesundheit das Sexleben beeinträchtigt

Written by  menscore, Published in Wussten Sie schon?
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Wenn die Gesundheit das Sexleben beeinträchtigt © VadimGuzhva - Fotolia.com

Viele Krankheiten können sich negativ auf das Sexualleben auswirken. Eine mangelnde Fähigkeit zur Erregung oder Probleme damit, zum Orgasmus zu kommen, können Folge solcher Erkrankungen sein. In einigen Fällen kann die Libido sogar gänzlich verloren gehen.

Sex gilt als schönste Nebensache der Welt. Der Spaß daran kann einem jedoch genommen werden, wenn man unter langfristigen Gesundheitsproblemen leidet. Daher ist es wichtig zu wissen, unter welchen Gesundheitsproblemen man leidet, um entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen zu können und auch wieder Freude an der Intimität mit dem Partner zu gewinnen.

Krankheiten, die zu Blutgefäßschäden führen

Ein hoher Blutzucker schädigt mit der Zeit Blutgefäße und Nerven, wodurch es zu einer Behinderung des Blutflusses zu den Geschlechtsorganen kommt. Bei Frauen äußert sich dies u. a. in vaginaler Trockenheit oder dem Verlust des sexuellen Verlangens. Bei Männern hingegen können Erektions- und Ejakulationsprobleme auftreten. Betroffene sollten ihre Blutzuckerwerte regelmäßig kontrollieren, einen aktiven Lebensstil pflegen und sich richtig ernähren. So können sich Probleme, auch sexueller Natur, in Schach halten lassen. Andernfalls hilft ein Besuch beim Arzt.

Auch Herzkrankheiten können die Blutgefäße schädigen, wodurch sexuelle Probleme auftreten. Hinzu kommt, dass bei Herzkrankheiten oft Medikamente verschrieben werden, etwa gegen hohen Blutdruck, die sich ebenfalls auf die sexuelle Leistungsfähigkeit bzw. das Verlangen auswirken können. Die richtige Ernährung und Fitnessaktivitäten leiten auch hier einen Schritt in die richtige Richtung ein. Gab es in der Vergangenheit einen Herzinfarkt und befürchtet man, durch Sex erneut einen erleiden zu können, sollte die eigene sexuelle Aktivität mit einem Arzt besprochen werden.

Inkontinenz

Wer unter Inkontinenz leidet, vermeidet meist automatisch den Austausch von Intimitäten. Wird beispielsweise beim Verkehr zusätzlicher Druck auf den Bauch ausgeübt, kann es leicht passieren, dass sich die Blase nicht mehr kontrollieren lässt. Helfen kann eventuell, vor dem Sex auf die Toilette zu gehen oder eine andere Position auszuprobieren. Mittelfristig hilft Beckenbodentraining.

Parkinson’sche Krankheit

Da durch Parkinson die Bewegungsfähigkeit beeinträchtigt wird, fällt oft auch der Sex schwer. Kommen dann eventuell noch Schmerzen und ein Mangel an sexuellem Verlangen hinzu, wird es zunehmend schwerer, ein gesundes Sexleben aufrechtzuerhalten. Doch es kann auch genau das Gegenteil eintreten. Durch einige der Medikamente, die im Rahmen einer Parkinson-Behandlung verabreicht werden, können sich sexuelle Impulse schwerer kontrollieren lassen, was sogar bis hin zur Sexsucht führen kann. Durch den Arzt sollte hier unter Umständen die Dosis angepasst werden.

Chronische Schmerzen

Wer regelmäßig unter Schmerzen leidet, rückt Sex erst einmal in den Hintergrund. Hier kann ein Gespräch mit dem Arzt helfen, ob vielleicht andere Medikamente oder eine andere Dosis die Schmerzen besser kontrollieren können. Vielleicht ist aber auch gerade die Medizin das Problem. Manchmal ist ein reduzierter Sexualtrieb die unerwünschte Nebenwirkung eines Medikaments.

Multiple Sklerose

Durch die Krankheit Multiple Sklerose kommt es zu einer Beeinträchtigung des Nervensystems. Sexuelles Verlangen beginnt schließlich zunächst im Gehirn. Es werden erst dann entsprechende Signale an den Rest des Körpers gesendet. Diese werden über Nervenbahnen transportiert, die das Rückenmark hinunter laufen. Multiple Sklerose, wenn sie das Rückenmark betrifft, kann diese Übertragung behindern. Dadurch werden u. a. die Erregung und Orgasmusfähigkeit beeinflusst. Ein Arzt kann entsprechende Behandlungen vorschlagen, die möglicherweise gewünschte Hilfe bieten.

Testosteronmangel

Wird bei Männern nicht ausreichend Testosteron produziert, leidet auch der Sexualtrieb. Ein Bluttest beim Arzt kann Aufschluss darüber geben, warum zu wenig Testosteron im Blut ist. Ein niedriger Testosteron-Wert kann beispielsweise durch eine Unterfunktion der Hirnanhangdrüse oder eine geminderte Leistungsfähigkeit der entsprechenden Zellen in den Hoden bedingt sein. In einigen Fällen kann betroffenen Männern mit einem Testosteronersatz geholfen werden.

Depressionen & Co.

Beim Sex arbeiten Kopf und Körper Hand in Hand. Wenn der Kopf nicht mitspielt, hat es auch der Körper schwer, auf die richtige Betriebstemperatur zu kommen. Depressionen gehen meist mit einem Rückgang des Sexualtriebs einher. Wer über längere Zeit unter Niedergeschlagenheit leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. Ist bereits eine Depression diagnostiziert und wird diese mit Medikamenten behandelt, können aber auch diese das sexuelle Verlangen dämpfen und zur Verzögerung von Orgasmus und Ejakulation bei Männern führen. Ein Medikamentenwechsel in Absprache mit dem Arzt kann in diesem Fall helfen.

Neben Depressionen kann auch eine posttraumatische Belastungsstörung dazu führen, dass man sich vor Intimitäten zurückzieht. Eine solche kann durch schlimme Ereignisse ausgelöst werden, die man selbst erlebt oder gesehen hat, etwa einen Angriff oder Unfall. Durch Flashbacks fühlt man sich, als würde man das Trauma immer wieder erleben. Angst verdrängt dann das Vergnügen. Eine Traumatherapie kann hier helfen, ebenso wie die Verabreichung von Medikamenten.

Krebs

Wer an Krebs erkrankt ist, stellt seinen Sexualtrieb meist von sich aus erst einmal hinten an, um sich voll und ganz auf die Heilung zu konzentrieren. Wer dennoch bereit dazu ist, mit dem Partner intim zu werden, dem können Krankheit oder auch die damit einhergehenden Behandlungen einen Strich durch die Rechnung machen. Man ist müde oder schlichtweg zu krank, um sich voll und ganz auf das Miteinander mit dem Partner einzulassen. Der Krebs kann Schmerzen verursachen, Hormontherapien können den Sexualtrieb beeinflussen und musste man sich bestimmten Operationen unterziehen, kann auch das eigene Körperbild leiden. Hier sollte man sich nicht auf den Sex versteifen, um sich dem Partner nah zu fühlen. Bis man wieder bereit und fit genug für Sex ist, gibt es andere intime Dinge, die man zusammen genießen kann, zum Beispiel eine Massage oder ein gemeinsames Bad.

Arthritis

Auch steife Gelenke können dem experimentierfreudigen Treiben im Bett ein schnelles Ende bereiten. Gänzlich einstellen muss man Intimitäten jedoch nicht. Wer von vorneherein weiß, dass es bestimmte Tageszeiten gibt, an denen man sich besser fühlt, sollte sein Schäferstündchen entsprechend planen. Die Gelenke lassen sich mit einem Kissen stützen und wenn eine Massage als anregendes und zugleich wohltuendes Vorspiel eingebaut werden kann, umso besser.

Wenn schlechte Angewohnheiten das Sexualleben beeinflussen

Es sind aber nicht nur Krankheiten, die sich negativ auf Sexualtrieb, Empfindungen und Leistungsvermögen auswirken. Auch die alltäglichen Gewohnheiten können ihren Tribut fordern. Durch regelmäßiges Junk Food und die dadurch steigenden Blutfette etwa kann die sexuelle Performance mittelbar beeinträchtigt werden. Stattdessen sollten mehr Obst, Gemüse und pflanzliche Proteine auf dem Speiseplan stehen, was auch zugleich für mehr Energie beim Sex sorgt. Etwas zurückhaltender sollte man auch bei Salz sein. Zu viel davon sorgt für einen hohen Blutdruck und eine verminderte Libido. Ratsamer ist es, mit Kräutern und Gewürzen zu würzen.

Und natürlich sollte auch Alkohol nur gemäßigt genossen werden. Ein Gläschen kann beim Entspannen helfen und für die richtige Stimmung sorgen. Doch zu viel davon bewirkt das Gegenteil. Auch das Rauchen ist schädlich für die Libido, da es die Gefäße verengt und so Potenzprobleme verursachen kann.

Stress und Überforderung

Wer im Alltag stets gestresst ist, ist ausgelaugt. Und das zeigt sich letztlich auch im Bett. Wird der Körper dauerhaft mit Stresshormonen überschwemmt, versinkt der Wunsch nach Sex sprichwörtlich. Die beste Lösung ist, dem Stress auf den Grund zu gehen und die Ursachen zu minimieren. Auch entspannende Tätigkeiten wie ein Spaziergang oder eine Yoga-Session helfen dabei, sich besser fallenlassen zu können. Ein stressiger Lebenswandel sollte zudem nie dafür sorgen, dass Intimitäten mit dem Partner zu kurz kommen. Als Notfallplan kann sogar Sex nach Stundenplan helfen. Einen Termin für ein Stelldichein im vollgepackten Tagesplan festzulegen, kann immer noch besser sein, als sich seinem Partner gar nicht körperlich zu widmen. Nicht vernachlässigt werden dabei sollte natürlich das Vorspiel. Wer sich zuvor Zeit für stimulierende Spielereien nimmt, genießt den Sex noch intensiver.

Wer regelmäßig Sex hat und es dennoch nicht wirklich genießt, sollte sich einmal fragen, ob sich nicht eine Routine eingeschlichen hat, die nicht mehr befriedigt. Wie wäre es mit einer neuen Position? Oder Sex an einem neuen Ort? Auch Sexspielzeug oder ein aufregend gestaltetes Vorspiel können hier Abhilfe schaffen und die Leidenschaft neu entfachen. Zudem sollte man seiner Partnerin gegenüber offen sein, wenn man bestimmte Wünsche und Sehnsüchte hat. Wer sich hier nicht mitteilt, riskiert langfristig gesehen unnötigen sexuellen Frust.

 

Size-Rechner

Berechnen Sie hier die für Sie optimale Größe von Kondomen.



 

ANZEIGE