Testosteron
Geändert am: 20. Februar 2019

Testosteron – Das Männerhormon Nummer 1

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Testosteron – Das Männerhormon Nummer 1 © Smalik - Fotolia.com

Unter den männlichen Geschlechtshormonen nimmt Testosteron eine entscheidende Rolle ein. Gebildet wird es hauptsächlich in den Hoden, in geringem Maße auch in den Nebennieren.

Testosteron ist bekannt als das Männerhormon schlechthin und wird mit Männlichkeit und Muskeln assoziiert. Tatsächlich spielt Testosteron sowohl beim Aufbau der Muskelmasse, als auch beim Sexualtrieb eine zentrale Rolle, kommt aber auch bei der Regulierung der Stimmung und Knochenstärke ins Spiel. Bekannt ist zudem, dass der Testosteronspiegel mit zunehmendem Alter sinkt, ein natürlicher Prozess, der etwa ab dem 40. Lebensjahr einsetzt. Dieser Prozess wird auch gern als „männliche Menopause“ bezeichnet. Weitere Faktoren können hinzukommen, die die Testosteronausschüttung negativ beeinflussen, darunter Stress, Übergewicht, Alkohol oder Nikotin. Zudem gibt es einige Krankheiten, die sich auf den Testosteronspiegel auswirken können. Hierzu gehören u. a. Typ 2 Diabetes, Hodenverletzungen oder auch Tumore und Strahlen- und Chemotherapie sowie die Einnahme von steroidhaltigen Medikamenten.

Wie der Körper sich bei niedrigem Testosteron-Level verändert

Bei den meisten Männern geht der Testosteronabfall nicht mit nennenswerten Symptomen einher. Bei anderen kann es aber auch zu einem Rückgang der Muskelmasse, zu einem nachlassenden sexuellen Interesse oder auch zu Depressionen kommen. Durch weniger Testosteron im Körper kann es auch schwerer fallen, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten.

Auch sichtbare Veränderungen sind bei einem niedrigen Testosteronspiegel möglich. Bemerkbar sind hier größere Brüste, kleinere und weichere Hoden sowie Haarausfall und schwindende Muskeln. Hierbei handelt es sich meist um Prozesse, die über mehrere Jahre hinweg stattfinden.

Sinkt der Testosteronspiegel, beeinflusst das den Körper aber auf noch weitaus vielfältigere Weise. Hierzu gehört auch eine verringerte Knochendichte, sodass die Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche steigt. Weitere Symptome können Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwäche und ein sinkendes Energie-Level sein. Hier sollte aber gegebenenfalls auch ärztlich abgeklärt werden, ob hinter den Symptomen nicht andere Beschwerden wie eine Depression, Anämie oder andere chronische Erkrankungen stecken.

Schließlich ist Testosteron auch an der Spermienbildung beim Mann beteiligt. Sinkt der Testosteronspiegel, kann sich dies auch auf die Spermienzahl auswirken, was wiederum sogar Unfruchtbarkeit nach sich ziehen kann.

Den Testosteronwert bestimmen lassen

Ein Arzt kann bei der Bestimmung des Testosteronwerts weiterhelfen. Sinnvoll ist dies, wenn bestimmte Beschwerden auftreten. Dazu gehören Erektionsstörungen, Verdacht auf Hodentumor oder auf Tumore in der Nebennierenrinde, ein nachlassender Sexualtrieb oder auch eine Abnahme der Körpergröße, Körperbehaarung oder Muskelmasse. Eine Testosteronbestimmung erfolgt in Form eines Bluttests, der am frühen Morgen durchgeführt wird. Morgens ist der Testosteronspiegel am höchsten, abends fällt der Wert um ca. 20 Prozent ab.

Testosteronmangel muss nicht hingenommen werden

Sollte ein niedriger Testosteronwert festgestellt werden und leidet der Betroffene unter entsprechenden Begleitsymptomen, kann durch den Arzt eine Substitution erfolgen. Zwingend ist dies nicht erforderlich, es kommt vor allem auch darauf an, wie stark sich ein niedriges Testosteron-Level im täglichen bemerkbar macht.

Mögliche Therapieoptionen bei Testosteronmangel

Spürt die Symptome deutlich, und wurde ein niedriger Testosteronwert festgestellt, kann man mit dem Arzt bespréchen, welche Therapieoptionen in Frage kommen. Hier die häufigsten:

• Testosteron-Injektionen: Injektionen sind eine kostengünstige Therapieoption, jedoch mitunter unangenehm oder auch schmerzhaft. Die Injektionen erfolgen in Absprache mit dem Arzt alle 2 bis 4 Wochen.
• Testosteron-Gele oder –Pflaster (Patches): Gele oder Patches werden auf der Haut platziert, wo sie das Hormon abgeben. Dieses gelangt über die Haut direkt ins Blut. Anders als bei den Injektionen, bei denen der Testosteronwert zwischen den einzelnen Behandlungen schwanken kann, werden die Gele und Patches täglich aufgetragen, sodass der Testosteronwert konstant gehalten werden kann. Nebenwirkungen können mitunter Juckreiz, Ausschlag oder Irritationen der Haut sein. Frauen und Kinder sollten zudem nicht in Kontakt mit der behandelten Haut kommen.
• Testosteron-Tabletten: Die Tabletten werden in regelmäßigen Zeitabständen auf dem Zahnfleisch über den Schneidezähnen platziert. Die gelartigen Tabletten lösen sich so auf und geben das Hormon frei. Nebenwirkungen können hier empfindliches Zahnfleisch, Kopfschmerzen oder eine gereizte Mundschleimhaut sein.
• Alternativ gibt es Testosteron auch als Nasenspray.

Eine Testosterontherapie kann aber auch einige Risiken mit sich bringen, wie eine vermehrte Zahl roter Blutkörperchen, Prostataprobleme, Akne oder Atemaussetzer im Schlaf, auch bekannt als Schlafapnoe. Ältere Männer sollten mit ihrem Arzt zudem über regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sprechen, da hier eine langfristige Anwendung einer Testosterontherapie in Zusammenhang mit der Entstehung von Prostatakrebs gebracht wird.

 

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