Fruchtbarkeit
Geändert am: 08. August 2021

Macht Corona-Impfung unfruchtbar?

Written by menscore Published in Fruchtbarkeit
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Macht Corona-Impfung unfruchtbar? Photo by Maksim Goncharenok from Pexels

Immer wieder wird behauptet, Corona-Impfungen – besonders mit mRNA-Impfstoffen - führten zu Unfruchtbarkeit bei Männern und Frauen. Was ist dran an diesen Behauptungen? Wissenschaftler gingen der Frage nach.

Die Impfung gegen das Coronavirus ist noch immer ein heiß diskutiertes Thema. Vor allem, wenn es um unerwünschte Nebenwirkungen geht. Beispielsweise werden Fruchtbarkeitsstörungen in diesem Zusammenhang immer wieder diskutiert. Forscher der University of Miami haben mittels einer kleinen Studie einen ersten Schritt gemacht, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Bisher keine Hinweise auf Fruchtbarkeitsstörungen

Im Rahmen der Studie untersuchten die Forscher Spermaproben von 45 (18- bis 50-jährigen) Männern. Um die Ergebnisse nicht zu verfälschen, wurden die Probanden auf Fruchtbarkeitsstörungen und aktuellen Symptomen einer Corona-Erkrankung hin untersucht. Bereits unfruchtbare und mit dem Corona-Virus infizierte Männer wurden von der Studie ausgeschlossen.
Die verbleibenden 45 Studienteilnehmer gaben die Spermaproben kurz vor der ersten Impfung und rund zwei Monate nach der letzten Impfung ab. Beim Vergleich der Proben stellten die Wissenschaftler fest, dass sich die gängigen „Spermakennzahlen“ sogar um ein gutes Stück verbessert haben. Es stieg beispielsweise die Anzahl der beweglichen Spermien von durchschnittlich 26 Millionen auf rund 30 Millionen Spermien pro Milliliter. Des Weiteren verzeichneten die Forscher positive Entwicklungen des „Spermavolumens“ und der „Spermienmotilität“. Die Spermienmotilität spiegelt die Beweglichkeit der Spermien wieder. Je beweglicher diese sind, desto wahrscheinlicher ist die erfolgreiche Befruchtung der Eizelle.

Weitere Studien notwendig

So beeindruckend die ersten Ergebnisse der Studie auch sein mögen – es muss klar sein, dass aufgrund der geringen Größe der Stichprobe unbedingt weitergehende Untersuchungen erfolgen müssen. Bei künftigen Erhebungen muss es zudem eine Kontrollgruppe geben. Diese würde die Impfprozedur nicht durchlaufen – so gäbe es Vergleichswerte, was die Entwicklung der gemessenen Parameter der für die Fruchtbarkeit im Beobachtungszeitraum bei nicht geimpften Männern angeht.
Das ist wichtig, weil laut den Autoren der Studie nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich die Spermienkonzentration lediglich aufgrund der sexuellen Abstinenz verbessert hat.

Auswirkung auf Frauen

Menstruationsveränderungen, die bei Frauen nach einer „mRNA-Impfung“ aufgetreten sind, sollen auf den Stress, der mit der Impfung einhergeht, zurück zuführen sein. Das vermutet zumindest der Berufsverband der Frauenärzte, der die Impfung als den direkten „Schuldigen“ für sehr unwahrscheinlich hält. Es müssen in diesem Rahmen ebenfalls noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden.

 

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