Fruchtbarkeit
Geändert am: 16. Januar 2021

Männliche Unfruchtbarkeit Risiko für Krankheiten

Written by menscore Published in Fruchtbarkeit
Fachliche Beratung: Ärztliche Redaktion
 
Attraktiver Mann unfruchtbar © Nyky - Fotolia.com

Sind Männer zeugungsunfähig, drohen ihnen womöglich noch zusätzliche Krankheiten. Andrologen plädieren dafür, sich ihrer anzunehmen.

Mehr als 700 Androloginnen und Andrologen rund um den Globus nahmen an der Premiere des größten digitalen Andrologie-Weltkongresses teil und forderten, unfruchtbare Männer stärker in den Fokus zu nehmen, da diese ein hohes Risiko auch für andere Erkrankungen hätten.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen des virtuellen Zusammentreffens der Experten zählen:

• Laut mehreren Studien hängt der Testosteronmangel, etwa verursacht durch einen Hypogonadismus, mit erhöhter Sterblichkeit zusammen. Vor allem unfruchtbare Männer entwickeln im späteren Leben häufiger Begleiterkrankungen, die ihre weitere Lebenserwartung beeinflussen.
• Männer mit dem sogenannten OAT-Syndrom (die Betroffenen haben zu wenige, zu langsame und überwiegend fehlgeformte Spermien), weisen laut Studien ein höheres Risiko für Tumorerkrankungen auf. Ihr Risiko für Hodentumoren ist 2-3fach erhöht, das Risiko für Prostatakrebs ist 1,7fach erhöht, und auch ihr Risiko für Krankenhausaufenthalte wegen Herzgefäß-Erkrankungen steigt, je geringer die Anzahl ihrer Spermien.
• Bei der Entstehung von Hodenkrebs spielen neben genetischen auch Umweltfaktoren eine wichtige Rolle. An positiven Entwicklungen ist zu verzeichnen, dass in der Diagnostik neue Tumormarker, die „miRNAs“, zum Einsatz kommen, die den klassischen Tumormarkern (AFP, hCG, LDH) teilweise überlegen sind.
• Unveröffentlichten Daten einer asiatischen Studie zufolge haben unverheiratete Männer ein 3-mal höheres Risiko für Herzkreislauferkrankungen. Die Ehe reduziert demnach das kardiovaskuläre Erkrankungsrisiko um ganze 46 Prozent, während ein niedriges Einkommen die Rate von Durchblutungsstörungen am Herzen verdoppelt.
• Auch das Corona-Virus war Thema der Andrologen: In einer aktuellen Studie wurde bereits ein Zusammenhang zwischen Testosteron und dem Verlauf einer COVID-19-Erkrankung beobachtet. Danach ist der Krankheitsverlauf um 95 Prozent günstiger, wenn der Testosteronwert höher als 5 nmol/l ist. Liegt der Wert dagegen um 1 nmol/l darunter, bedeutet dies ein um 42 Prozent erhöhtes Risiko für einen ungünstigen Verlauf. Völlig unklar ist allerdings noch, ob die Rezeptoren im Hoden, an denen das Virus andocken kann, die Fruchtbarkeit tatsächlich beeinflussen.

 

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